Malerisches Vorpommern:
Hansepracht und Dorfidylle

Die unverwüstlichen Backsteinbauten des Mittelalters wären ohne Holz gar nicht möglich gewesen. Für Balken, Gerüste, Gewölbeschalungen, Lastenaufzüge und für das Brennen der Backsteine wurden enorme Mengen gebraucht. Besonders beeindruckend sind die unverwüstlichen Balkenkonstruktionen und Dielen in den Häusern der Kaufleute. So blieb das fast 700 Jahre alte Krämerhaus in der Stralsunder Mönchenstraße nahezu im Originalzustand erhalten. Das sogenannte Museumshaus gehört heute zum Kulturhistorischen Museum. Selten lässt sich Geschichte so hautnah und ungeschönt erleben wie hier. Die Welterbestadt am Strelasund und ihre Schwester Greifswald repräsentieren - ebenso wie Rostock - die goldene Ära der Hanse. Mit allem, was dazugehört: himmelhohe Kirchen, stolze Rathäuser, kunstvolle Giebel, ehrwürdige Klöster und natürlich ein Hafen. Etwas bescheidener, aber sehenswert sind die Dörfer und Städte im geruhsamen Hinterland - zum Beispiel Ribnitz-Damgarten. Der weltberühmte Künstler Lyonel Feininger hatte die kleine Boddenstadt ins Herz geschlossen. Ihr wuchtiges Rostocker Tor und die verwinkelten Gassen durchziehen sein gesamtes Werk. Die überragenden Kirchtürme von Ribnitz und Barth waren schon für die Fischer in alter Zeit ein Fels in der Brandung. Mit schönen Stadttoren und ebenfalls wuchtigen Kirchen schmücken sich Grimmen und Tribsees. Der Kurort Bad Sülze an der Recknitz versorgte im Mittelalter ganz Mecklenburg mit Kochsalz aus einer kräftigen Solequelle. Einige Flusskilometer aufwärts liegen die Städtchen Marlow und Tessin, die sich natürlich auch um beachtliche Gotteshäuser scharen.

 

 

TIPP: Mehr Wissenswertes, Tipps und Reiseangebote rund um Backsteingotik in MV finden Sie in unserer Broschüre Entdeckungen im Backsteinland »

 

 
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