• Eleganz der besonderen Art - Schloss Ludwigslust ist auch als das Versailles des Nordens bekannt, © TMV/Legrand
    Eleganz der besonderen Art - Schloss Ludwigslust ist auch als das Versailles des Nordens bekannt
  • Inbegriff des Geistes des sentimentalen Zeitalters: die künstliche Ruine im Schlosspark Ludwigslust, © TMV/Grundner
    Inbegriff des Geistes des sentimentalen Zeitalters: die künstliche Ruine im Schlosspark Ludwigslust
  • Einen ursprünglichen, gemütlichen Charme versprühen die bunten Fachwerkhäuser in Ludwigslust, © TMV/Neumann
    Einen ursprünglichen, gemütlichen Charme versprühen die bunten Fachwerkhäuser in Ludwigslust
  • Flanieren, bummeln, entspannen: die Schlossstraße in Ludwigslust lädt zum schlendern ein, © TMV/Krüger
    Flanieren, bummeln, entspannen: die Schlossstraße in Ludwigslust lädt zum schlendern ein
  • Wasserkunst vor dem Schloss Ludwigslust: die Mittelgruppe aus Granit stellt in Allegorie die Flüsse Stör und Rögnitz dar, © TMV/Grundner
    Wasserkunst vor dem Schloss Ludwigslust: die Mittelgruppe aus Granit stellt in Allegorie die Flüsse Stör und Rögnitz dar

Barockstadt Ludwigslust

Der Bau des prunkvollen Ensembles in der Griesen Gegend schlug ein so großes Loch in die damaligen Staatskassen, dass nur noch vergoldeter Carton den schönen Schein des Residenzschlosses retten konnte, der aber bis heute überdauert.

Versailles in Mecklenburg-Vorpommern

Entstanden ist Ludwigslust aus einer fürstlichen Laune heraus. Aus Liebe zur Jagd ließ Herzog Christian Ludwig II. 1731 ein kleines Jagdschloss nebst Garten erbauen, welches er ganz im Sinne des Absolutismus nach sich selbst "Ludwigs Lust" taufte.

Sein Sohn verlegte die Hauptresidenz von Schwerin nach Ludwigslust. Mit seinem Baumeister schuf er ein Ensemble,  was in der damals kurzen Bauzeit von gut zehn Jahren, durch seine Monumentalität und Eleganz überraschte.

Das neue Schloss mit der im Norden damals einzigartigen Sandstein-Fassade und auch der in spätbarockem Stil erweiterte Park fielen gewaltig aus. Vor und hinter dem Schloss wurden riesige Wasserbassins angelegt, in denen sich der mit Sandsteinskulpturen gekrönte Palast effektvoll spiegelte. Kleine Pavillons und Tempel nach französischem Vorbild zieren das Ludwigsluster Paradies. Mit der künstlichen Ruine hielt Ende des 18. Jahrhunderts der Geist des sentimentalen Zeitalters Einzug.

Obwohl Herzog Friedrich den Ort 1765 zur Landes-Residenz erhob, wurde er nie Hauptstadt. Regierung und Verwaltung waren stets in Schwerin verblieben. Selbst das Stadtrecht erhielt Ludwigslust erst 111 Jahre später.

Carton rettet schönen Schein

Bleibt noch nachzutragen, dass das Loch in der Staatskasse bereits nach dem Rohbau offenbar so gewaltig war wie das Schloss. Doch Not macht bekanntlich erfinderisch. Und so entwickelten Handwerker des Hofes den Ludwigsluster Carton, überzogen ihn mit Gold und retteten damit den schönen Schein der Residenz. Und so besteht der gesamte plastische Schmuck - ob Rahmen, Zierleisten, Büsten und Vasen - aus Pappe.

Die Urlaubsexperten für die Barockstadt Ludwigslust

Touristinformation Ludwigslust
www.ludwigslust.de
Telefon: + 49 3874 526251

Werderstraße – 19055 Schwerin

Schweriner Münzkabinett

Vielseitige Schätze von der Antike bis zur Gegenwart und von hohem internationalem Rang erwarten Sie nicht nur am Alten Garten, sondern auch im historischen Ambiente der drei ehemaligen Residenzschlösser Schwerin, Ludwigslust und Güstrow.

Mehr erfahren »

Kirchenplatz – 19288 Ludwigslust

Stadtkirche Ludwigslust

Ludwigslust Stadtkirche Empore für hohe Herrschaften, © Tourismusverband Mecklenburg-Schwerin

Absolut ungewöhnlich für mecklenburgische Verhältnisse ist die "tempelartige" Stadtkirche von Ludwigslust. Die Kirche ist für Besucher zugänglich. Im Innern beeindruckt ein kolossales Altargemälde zweier Künstler des Barock und eine Prachtempore für hohe Herrschaften. Die Stadtkirche ist evangelisch.

Mehr erfahren »

Schlossfreiheit – 19288 Ludwigslust

Schloss Ludwigslust

Wasser - Natur  und Architektur im Zusammenspiel - Die Baumeister des Schlosses überließen nichts dem Zufall, © Tourismusverband Mecklenburg-Schwerin

Herzog Friedrich von Mecklenburg- Schwerin ließ 1772 bis 1776 nach Plänen des Hofbaumeisters Johann Joachim Busch das neue Schloss als Mittelpunkt der spätbarocken Stadtanlage von Ludwigslust errichten. Das Schloss kann besichtigt werden, im Jagdsaal befindet sich ein Café.

Mehr erfahren »
Newsletter abonnieren » like uns auf