• Malerische Idylle: Fischerkate im Fachwerkstil auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst, © TMV/Topel
    Malerische Idylle: Fischerkate im Fachwerkstil auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst
  • Mit Schnitzereien reich verzierte und bunt bemalte Haustür einer Fischerkate auf Fischland-Darß-Zingst, © TMV/Legrand
    Mit Schnitzereien reich verzierte und bunt bemalte Haustür einer Fischerkate auf Fischland-Darß-Zingst

Seebäder mit Fischerromantik

In einigen Küstenorten des Landes kann man sie noch entdecken – windschiefe Fischerkaten mit schilfgedeckten Dächern und schmucke Kapitänshäuser. Hier lässt sich maritimes Flair noch ganz ungekünstelt spüren.

Viele einstmals stille Fischerdörfer an der Ostseeküste entwickelten sich während der Blütezeit der Sommerfrische am Meer zu mondänen Seebädern. Doch in einigen - vor allem auf der Halbinselkette Fischland-Darß-Zingst sowie auf Hiddensee - legte man beim Ausbau großen Wert auf alles Ursprüngliche und Traditionelle.

Idylle mit Schilfdächern auf Fischland-Darß-Zingst

Und so verbergen sich auch heute noch inmitten ursprünglicher Natur, mit einer salzigen Brise im Nacken, hinter bienenumschwärmten Zäunen aus Malven, Rosen und Geißblatt schilfgedeckte Fischerkaten und geduckte Büdnerhäuser zwischen Blumen- und Gemüsebeeten idyllischer Bauerngärten. Mit ihren kleinen Sprossenfenstern und weit heruntergezogenen Schilfmützen, den typischen Krüppelwalmdächern, bieten sie Sturm, Regen und Kälte die Stirn.

Oftmals ziehen vor allem die außergewöhnlichen Hauseingänge alle Blicke auf sich. Die reich geschnitzten und bunt bemalten »Darßer Türen« gelten als Meisterwerke alter Handwerkskunst.

Schon vor etwa 120 Jahren waren naturverliebte Maler von der herben Schönheit der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst fasziniert. Von weit her reisten sie an und gründeten im verschlafenen Fischerdorf Ahrenshoop eine Künstlerkolonie. Begeistert von der Ursprünglichkeit  zogen sie hier mit Pinsel und Palette ein. Bis heute erfreuen sich viele Künstler an der Schönheit der Halbinsel und stellen ihre Werke in den Galerien des Landes aus.

Flaniermeile mit Kapitänshäusern in Warnemünde

Ebenso reizend wie die liebevoll restaurierten Fischerkaten sind die kleinen, aber feinen Kapitänshäuser. Besonders im 19. Jahrhundert bildeten die farbenfrohen Bauten gänzlich neue Straßenzüge. Statt Fachwerk und Schilf kamen nun Ziegelsteine und Biberschwänze zum Einsatz.

Besonders schöne Paradebeispiele der Kapitänshäuser gibt es beispielsweise auch am Alten Strom in Warnemünde. Wo sich früher sturmerprobte Seebären von langen Ozeanfahrten erholten, haben sich längst Souvenirläden, Boutiquen und Restaurants eingerichtet. Sehr zur Freude der staunenden Urlaubsgäste, die einen Urlaubstag gerne mit einem lauschigen Spaziergang am Alten Strom ausklingen lassen.

Seebäder mit traditionellem Charme

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