• Sergej Lochthofen, © Privat
    Sergej Lochthofen

Ein Leben zwischen Gulag und Mauer

Lesung und Gespräch mit Sergej Lochthofen

Im Rahmen des Begleitprogramms der Gulag-Ausstellung lädt die Landesbeauftragte für MV für die Stasi-Unterlagen Anne Drescher in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung und dem Deutschen Journalisten-Verband M-V (DJV) am Donnerstag, zu einer Lesung und anschließendem Gespräch mit Sergej Lochthofen.
Der Autor und Journalist erzählt in seinem Buch „Schwarzes Eis“ die Lebensgeschichte seines Vaters zwischen Gulag und Mauer. Die Moderation übernimmt Michaela Christen, Stadtsprecherin und DJV-Landesvorstand. Der Eintritt ist frei.

Der ehemalige Chefredakteur der „Thüringer Allgemeine“, Sergej Lochthofen, wurde 1953 in Workuta (Russland) geboren. Als Fünfjähriger kam er mit seinen Eltern in die DDR. „Schwarzes Eis“ erzählt das Leben seines Vaters wie einen packenden, tatsachengestützten Roman – einen Lebensroman. Anfang der dreißiger Jahre geht Lorenz Lochthofen in die Sowjetunion; er träumt von einer besseren Welt. Hier wird er unschuldig verurteilt und nach Workuta geschickt, jener Insel des Archipels Gulag hinter dem Polarkreis, die zum Grab für 250.000 Häftlinge wird.
Nach 20 Jahren Lager und Verbannung kehrt er nach Deutschland zurück und ist überzeugt, dass er in der DDR gebraucht wird. „Schwarzes Eis“ handelt von einem Mann, der in den blutigen Glaubenskämpfen des 20. Jahrhunderts seinen Idealen treu bleibt, obwohl sie ihn fast das Leben kosten. Mit Erfindungsreichtum, Humor und der Hilfe des Zufalls kommt Lorenz Lochthofen durch – ohne zu verbittern.

Datum:

- leider schon vorbei -


Veranstaltungskategorie:

Literatur


Kontakt:

Marstall

19053  Schwerin


Kontakt:

Landesbeauftragte für MV für die Stasi-Unterlagen

Bleicherufer 7
19053  Schwerin


Alle Veranstaltungstermine

  • Donnerstag, 11.09.2014, 19:00 Uhr
Newsletter abonnieren » like uns auf