Prächtig vermessen. Mecklenburg auf Karten 1600 - 1800

Die Sonderausstellung vereint ca. 70 kostbare Drucke und Zeichnungen: Einzelkarten, Karten aus Serien, aus Topografien und Atlanten. Darunter finden sich die wichtigsten und wertvollsten Karten aus der Zeit zwischen 1576 und 1800 für das Herzogtum Mecklenburg.

Die historischen Karten von Tilemann Stella, Gerard Mercator, Johann Lauremberg, Claes Janzsoon Visscher u.v.a. dokumentieren Raumwissen, raumbezogene Interessen, Wahrnehmungsmuster, Deutungen und nicht zuletzt den jeweiligen technischen Stand kartografischer Darstellungsmöglichkeiten der Zeit. Ergänzt durch historische Handbücher und Messinstrumente gestattet die Ausstellung gleichfalls Einblicke auf die wissenschaftlich-technischen Voraussetzungen für eine immer präziser werdende Landvermessung und Kartografie. Modelle ermöglichen dem Besucher Messungen mit dem geometrischen Quadrat, per Triangulation sowie mit Hilfe des Messtisches durchzuführen.

Landkarten werden heute täglich und vielfältig genutzt. Sie dienen der privaten Orientierung, sind Hilfsmittel für Verwaltung, Wirtschaft und wissenschaftliche Forschung. Sie begleiten uns jederzeit und allerorten. Sie sind unverzichtbarer Bestandteil der Informationskultur. Wir verwenden Karten, um uns zu orientieren. Dabei nutzen wir wie selbstverständlich elektronisch weltweit verfügbare, stets aktuelle Informationen. Ortungs- und Positionierungssysteme sind in der Lage, jederzeit den Standort anzuzeigen, den Weg zu weisen und die benötigte Zeit zu berechnen.

Auch die Menschen in der Vergangenheit nutzten Landkarten. Obwohl diese nach dem Ende des Mittelalters, mit der Entwicklung von Vermessungstechnik und Kartografie von handgezeichneten, oft geheim gehaltenen Einzelstücken zu immer genaueren, durch den Druck leichter zu reproduzierenden und weiter als je zuvor verbreiteten Medien wurden, blieb ihre Nutzung bestimmten Personengruppen vorbehalten.

Alte Landkarten zeigen das Land in seiner historischen Gestalt, spiegeln die Vorstellungen der Menschen über Lage, Ausdehnung und Gestalt von Gebieten und Landschaftsräumen wieder und verdeutlichen die Zunahme des geografischen Wissens.

Bis heute faszinieren sie wegen ihres Alters, des oft aufwändigen Druckes, wegen ihrer Seltenheit und der Schönheit der Darstellungen und Dekorationen. Sie dokumentieren die Veränderungen der Länder und Landschaften durch Besiedlung, Verkehr, Wirtschaft und Politik.

Wir wollen wissen, wie unsere engere und weitere Lebensumwelt vor Jahrzehnten und Jahrhunderten ausgesehen hat, versuchen, uns in alten Karten zu verorten und prüfen die Übereinstimmung der immer präziser werdenden historischen Darstellungen mit der Wirklichkeit. Nicht nur als Zeugnisse der Entwicklung von Vermessung und Kartografie, des Status von Wissenschaft und Technik, sondern auch als Denkmäler der Landes- und Regionalgeschichte werden sie von Wissenschaftlern und privaten Sammlern geschätzt.

Dieser Faszination und diesem besonderen Interesse trägt auch die Ausstellung "Prächtig vermessen. Mecklenburg auf Karten 1600 bis 1800" Rechnung. Dabei steht nicht nur die Geschichte der Landkarte und Vermessung im Mittelpunkt, sondern auch die kartografische Geschichte eines deutschen Territoriums in einem Ausschnitt seiner Geschichte.

Obwohl das Herzogtum erst im 18. Jahrhundert wirklich umfassend vermessen wurde, war Mecklenburg bereits in den vorhergehenden Jahrhunderten auf Landkarten. abgebildet. Die Ausstellung versucht, die Entwicklung der Darstellung Mecklenburg auf gedruckten, aber auch handgezeichneten Karten in der Frühen Neuzeit zwischen der Mitte des sechzehnten bis zum Ende des achtzehnten Jahrhunderts nachzuzeichnen.

Sie vereint dabei Einzelkarten, Karten aus Serien, aus Topografien und Atlanten und bietet den Blick auf ein historisches Land, seine Darstellung auf Landkarten, die Entwicklung der Landvermessung und des Kartenwesens in diesem norddeutschen Territorium in einem Zeitraum der rasanten Entwicklung des Mediums Landkarte, der Zunahme von geografischem Wissen sowie von Kenntnissen und Techniken in der Vermessung.

Zur Ausstellung gehören Mecklenburgkarten wie die 1622 entstandene und für das Bild des Landes über rund 150 Jahre prägende Karte des Rostockers Johann Lauremberg. Werke der Kartografen Gerhard Mercator, Willem Blaeu und Johannes Janssonius und andere deutsche, niederländische, französische und italienische Karten des 17. und 18. Jahrhunderts sind mit herausragenden Beispielen vertreten und zeigen die Entwicklung der Darstellung Mecklenburgs auf historischen Karten.

Von Tilemann Stella 1576 geschaffen, bildet die älteste erhaltene Spezialkarte von Mecklenburg den Auftakt und einen Höhepunkt der Ausstellung. Die für die beiden opulenten Kartenwerke der Herzogtümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz des Grafen Friedrich Wilhelm Karl von Schmettau aus den 1780er Jahren stehen in voller Größe eindrucksvoll am Ende der Ausstellung.

Historische Lehrbücher zur Geometrie und Landvermessung sowie originale Messinstrumente aus dem 17. und 18. Jahrhundert schlagen den Bogen in eine dynamische Zeit technischer Innovationen, in der sich die Methoden der Landvermessung, der Genauigkeitsanspruch und mit ihnen die benutzten Instrumente weitreichend veränderten.

Historische Landkarten sind immer auch Dokumente der Geschichte. Sie bebildern die territoriale Entwicklung und Veränderung eines oder mehrerer Länder, ihrer Außengrenzen und inneren Gliederung. Landkarten zeigen die Wandlung der Landschaft, das Wachsen und Schrumpfen von Siedlungen, das Entstehen von Verkehrswegen und vieles mehr.

Da die historische Entwicklung eines Landes und seine Darstellung auf Karten eng mit einander verbunden sind, gibt die Ausstellung auch einen Abriss der Landesgeschichte Mecklenburgs unter dem Gesichtspunkt seiner territorialen Entwicklung, um das zu erläutern, was auf den Landkarten des 16. bis 18. Jahrhunderts abgebildet wurde.

Für alle diese Themen vereint die Ausstellung aussagekräftige und kostbare Originale aus den eigenen Beständen und als Leihgaben renommierter Museen, Bibliotheken und Archive aus ganz Deutschland sowie von privaten Leihgebern.

Eintritt/Preisinformation:

kostenlose Veranstaltung

Datum:

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Ausstellung


Kontakt:

Kulturhistorisches Museum Rostock, Kloster zum Heiligen Kreuz

Klosterhof 7
18055  Rostock


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Klosterhof 7
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0381 202590
kulturhistorisches.museum@rostock.de


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