SPEEDBALL oder Vom Leinwandstrip zum Drogentrip

(sehr) frei nach dem Leben der Ulrike Butz von Fabian Ranglack, mit Daria Elena Hasse

Im Jahr 2000 verstarb eine der meistbeschäftigten Darstellerinnen der bundesdeutschen Sexfilmindustrie der frühen 70er-Jahre – im Alter von nur 46 Jahren: Ulrike Butz. Sie, das hübsche Mädchen von nebenan, das sich einst hohe Ziele gesetzt hatte und von der großen Schauspielkarriere träumte, als sie mit 17 ihr Elternhaus verließ, ist zum tragischen Symbol einer ausbeutenden, skrupellosen Geldmaschinerie geworden, die mit den Träumen junger Mädchen Schindluder betrieb.
Aber Ulrike will vor allem auch den Kick. Sie will high sein. Drauf sein.
Große Träume und kleiner Alltag sind nicht selten eine Kombination, die die Verlockung nach Drogen unterstützt. In ausgemalten Traumszenarien fühlt es sich dann gut an – man ist da, wo man sein will. Es fühlt sich richtig an, und schnell glaubt man, das Geträumte bereits zu besitzen.

SPEEDBALL ist aber keine Biographie der Ulrike Butz, auch kein Zeitporträt der frühen 70er- Jahre; vielmehr ist es die traurige Geschichte eines jungen Mädchens, das auszog, um berühmt zu werden – koste es, was es wolle.

Eins hat Daria Elena Hasse, die die Rolle der Ulrike übernimmt, mit ihrer darzustellenden Figur gemein: Sie kennt den nervenaufreibenden Kampf eine anerkannte Schauspielerin zu werden: Das Tingeln von Schauspielschule zu Schauspielschule, die Castings, die Selbstzweifel – und schlussendlich auch das Durchhaltevermögen, dass es beim nächsten Mal auf jeden Fall klappen wird.

Die 19jährige hat bei der Compagnie de Comédie ihr freies kulturelles Jahr absolviert und stellt mit dieser Inszenierung ihre Abschlussarbeit vor.

Datum:

- leider schon vorbei -


Veranstaltungskategorie:

Theater & Bühne


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  • Donnerstag, 20.11.2014, 20:00 Uhr
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