Was zu sagen wäre warum

Zeitstück von Oliver Kluck Uraufführung der Autorenfassung!

"Ich habe noch nie einen Anzug gekauft. Erst bin ich zu jung, um einen Anzug tragen zu können, als ich einen Anzug tragen kann, gibt es keinen Anlass. Hinzu kommt, dass ich mir unsicher bin, ob eine derart festliche Kombination meine Einstellung zu den Dingen angemessen widerspiegelt. Zuverlässigkeit, Seriosität, Loyalität und Vertrauen: alles Eigenschaften, die ich nicht in mir trage. Ich bin nicht bereit, den Leuten, dem Vaterland, irgendeiner Klasse, meiner Vergangenheit oder der Vergangenheit der Eltern zu dienen. Schreiben bedeutet, sich selbst abzuschaffen.“

Der Protagonist der Handlung untersucht in der Wahrnehmung des eigenen prekären Weltverhältnisses seine Herkunft sowohl entlang biografischer Koordinaten als auch in Bezug auf unsere gesellschaftliche Historie. So entsteht in der Hauptfigur ein zuweilen schmerzhaftes, oft zärtlich anrührendes, im Ergebnis aufrüttelndes Bekenntnis zum eigenen Gewordensein, zu einer aus Widersprüchen geformten Identität.

Oliver Kluck, mehrfach ausgezeichnet, an den großen Bühnen Deutschlands gespielt, hat einen poetisch dichten, in den Sprechrollen vielfach gebrochenen Text geschrieben. Das Theater Vorpommern nähert sich dem Text in seiner ursprünglichen Autorenfassung, nachdem die von den Städtischen Bühnen Frankfurt am Main realisierte Fassung vom Autor so nicht autorisiert werden konnte.

Der Autor selbst beschreibt sein Stück so:

"'was zu sagen wäre warum' ist ein Versuch zur Frage der Angst. Eine Gruppe von Figuren entwickelt in ihrem scheinbar privaten Umfeld eine regelrechte Unlust zu jeglicher Anteilnahme am Staatsbürgertum. Dem Ruf nach Veränderung setzten die Charaktere ein frei assoziierbares Spiel entgegen. Die auf den Bühnen der Republik gerne zitierte Küchenszene wird dafür kräftig durch den Kakao gezogen. Im Übrigen bildet dieser Text den Schlusspunkt meines Väter-Zyklus."

Oliver Kluck, geboren 1980 auf der Insel Rügen, ist freier Autor. Sein Werk wird durch den Verlag Felix Bloch Erben vertreten.

Eintritt/Preisinformation:

15,50 € bis 15,50 € 30,00

Datum:

- leider schon vorbei -


Veranstaltungskategorie:

Theater & Bühne


Kontakt:

Theater Greifswald

Anklamer Straße 106
17489  Greifswald


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Theater Vorpommern

Anklamer Straße 106
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info@theater-vorpommern.de


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