• Bad Doberaner Wald, © TMV/Krauss
    Bad Doberaner Wald

Betreuung von Dialysepatienten zwischen Ostsee und Seenplatte

Bundesweit gewährleistet das Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e. V. (KfH), das 1969 gegründet wurde, eine qualitativ hochwertige und integrative nephrologische Versorgung nierenkranker Patienten. Das Behandlungsnetzwerk ist der größte Dialyseanbieter in Deutschland und hat auch in Mecklenburg-Vorpommern zahlreiche hochspezialisierte Einrichtungen, die mit niedergelassenen Nephrologen, Universitätskliniken und Krankenhäusern kooperieren.

Nephrologische Zentren und Versorgungsstruktur

KfH-Zentren existieren in Greifswald, Stralsund, Demmin und Wismar. In Rostock gibt es ebenfalls ein KfH-Zentrum für Kinder und Jugendliche.

In den großen Städten des Landes wurden zusätzlich zu den Angeboten der KfH-Zentren und Universitätskliniken auch spezielle Medizinische Versorgungszentren gegründet. In Rostock hat sich die Nephrocare Rostock GmbH mit fachübergreifenden Ambulanzen und Dialyseeinrichtungen in den Stadtteilen Rostock Lütten-Klein und Rostock Südstadt, sowie in Bad Doberan und Ribnitz-Damgarten etabliert.

In Neubrandenburg sichert seit 2011 Diaverum die medizinische Versorgung nierenkranker Patienten der Region. Diaverum – ein europaweit agierendes unabhängiges Dienstleistungsunternehmen – betreibt auch in Stralsund ein Medizinisches Versorgungszentrum und in Grimmen eine Außenstelle.

Die Urlaubsdialyse wird von zahlreichen weiteren Kliniken und Ärzten angeboten. Hier gilt es sich rechtzeitig vor dem geplanten Urlaub einen Dialyseplatz zu reservieren. 

Weltweit anerkannter Wissenschaftler Prof. Dr. Horst Klinkmann mit 38 Patenten im Bereich Medizintechnik und Blutwäsche

Prof. Dr. med. Horst Klinkmann wurde 1935 in Teterow bei Rostock geboren, studierte Humanmedizin in Rostock und wurde 1959 promoviert. Prof. Klinikmann ist der wohl bedeutendste Mediziner und Wissenschaftler des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Als Professor für Innere Medizin und Nephrologie (Nierenmedizin) forschte er über Jahrzehnte auf dem Gebiet der Künstlichen Organe.

Klinkmann war fast 20 Jahre Direktor der Klinik für Innere Medizin der Universität Rostock und 1990 der letzte Präsident der Akademie der Wissenschaften der DDR. Mit seinen zahlreichen medizinischen Fachpublikationen und 38 Patenten im Bereich Medizintechnik/Blutwäsche erwarb er einen internationalen Ruf als anerkannter Experte.

Seit 1992 ist er Dekan der Internationalen Fakultät für Künstliche Organe mit Sitz an der Universität Bologna in Italien und Direktor und Professor ehrenhalber des Nationalinstitutes für Medizinische Materialien an der Nanjing-Universität in China. Horst Klinkmann ist Ehrendoktor an 13 internationalen Universitäten, erwarb mehr als 50 nationale und internationale Preise und stand über viele Jahre weltweiten Fachgesellschaften vor. In Mecklenburg-Vorpommern gründete Klinkmann die BioCon Valley GmbH und forcierte die Gesundheitswirtschaft des Landes.

Künstliche Niere

Forscher des Fraunhofer Instituts für Zelltherapie/Immunologie und Ärzte der Universitätsmedizin Rostock wollen die Dialyse – die Blutwäsche per künstlicher Niere – revolutionieren. Sie forschen intensiv an einer tragbaren Niere in Form einer Weste, die bereits als Europa-Patent angemeldet ist. Für etwa 80.000 Bundesbürger könnte dies in einigen Jahren das Ende der aufwändigen stationären Dialyse bedeuten.

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