• Bei rheumatische Erkrankungen können Moor-Anwendungen Linderung verschaffen, © TMV/H2F
    Bei rheumatische Erkrankungen können Moor-Anwendungen Linderung verschaffen

Rheumatische Erkrankungen

Mecklenburg-Vorpommern bietet Rheuma-Patienten ideale Voraussetzungen zur Gesundheitsförderung. Nicht nur das milde Reizklima und die mit Jod angereicherte Meeresluft wirken entzündungshemmend und schmerzlindernd.

Im schönen Mecklenburg-Vorpommern können Sie auch unberührte Natur genießen und die Gedanken schweifen lassen. Denn bei rheumatischen Erkrankungen spielt auch die Psyche eine entscheidende Rolle. Oft leidet nicht nur der Körper unter den Symptomen der unterschiedlichen rheumatischen Krankheitsformen, sondern auch die Psyche.

Durch seine zahlreichen Kurorte, vielseitige Therapieangebote und unvergesslichen Naturerlebnisse eröffnet das Gesundheitsland Mecklenburg-Vorpommern vielfältige Möglichkeiten zur Unterstützung der Lebensqualität von Rheuma-Patienten.

Entzündungshemmende Heilmittel der Natur

Schon vor über 2000 Jahren beschrieb der griechische Arzt Hippokrates die Heilwirkung des Meerwassers. In Form heilender Bäder diente es schon damals zur Linderung von Gelenkbeschwerden. Heute ist Aquafitness ein großer Trend. Die sogenannte Sole – ein stark salzhaltiges Wasser – wird aber auch zum Trinken empfohlen, um den Säure-Base-Haushalt auszugleichen. In der Region Recknitztal kann man auf den historischen Spuren des weißen Goldes wandern und vor Ort über den einstigen Salzabbau und die vielfache Bedeutung des Salzes informieren.

Ein natürliches Heilmittel der Region bei rheumatischen Beschwerden ist das Moor, das seit vielen Jahrzehnten nahe Bad Doberan und Bad Sülze abgebaut und therapeutisch genutzt wird. Vor allem bei rheumatischen Beschwerden soll die schwarze Heilerde entspannend und schmerzlindernd wirken.

Zeit für ein Moorbad

Moor gilt als eine perfekte Vitalkur zur Unterstützung von Heil- und Genesungsprozessen. In der Wanne oder im Zuber durchwärmt das Moor den gesamten Körper und führt zu einer spürbaren Entspannung. Chronische Schmerzen werden gelindert, der Rheumafaktor gesenkt, die Gelenke entlastet und die Beweglichkeit verbessert. Die kostbare Heilerde, die auch als Moorpackung verabreicht wird, fördert nämlich die Sauerstoffversorgung, die Durchblutung und aktiviert die körpereigenen Abwehrkräfte.

Sole-Trinkkur

Die Sole-Trinkkur gilt als schnelle und unkomplizierte Maßnahme zur Gesundheitsförderung. Unter Sole versteht man salziges Wasser natürlichen Ursprungs mit einem hohen Gehalt an Mineralien wie Jod, Sulfur oder Radon. Die Trinkkur wirkt entschlackend, belebt das Verdauungssystem und gleicht den Säure-Base-Haushalt aus. Obwohl erst in den letzten Jahren wiederentdeckt, wird die Sole-Trinkkur nicht nur bei Erkrankungen des Stoffwechsels und des Kreislaufs angewendet, sondern auch bei rheumatischen Beschwerden und Arthrose.

Wassergymnastik

Vor allem Menschen mit Arthritis fällt es leichter, sich im warmen Wasser zu bewegen. Für sie kann Wassergymnastik eine gute Alternative zur normalen Krankengymnastik sein. Denn im wohl temperierten Wasser sind Schmerzen weniger spürbar. Zudem wird der Stoffwechsel wirkungsvoll angeregt. Kurse zur Wassergymnastik bzw. Aquafitness werden in nahezu allen Schwimmbädern Mecklenburg-Vorpommerns regelmäßig angeboten.

Ausgewählte Tipps für Rheumapatienten

Patienten mit rheumatischen Erkrankungen finden in den Reha-Kliniken entlang der Ostseeküste zahlreiche Beratungsangebote. Dazu zählen Empfehlungen zur Ernährungsumstellung, die Anwendung von Schmerz- und Entspannungstherapien sowie auch der Einsatz von Physikalischen Therapien.

Kryo-Kammern

In Deutschland wird die Ganzkörperkältetherapie seit 1984 zur Therapie bei entzündlichen rheumatischen Gelenkerkrankungen, entzündlichen und degenerativen Erkrankungen der Wirbelsäule (Morbus Bechterew) oder weichteilrheumatischen Erkrankungen (Fibromyalgie) angewendet.

Die Grundlage dieser Kältetherapie ist eine auf den ganzen Körper einwirkende, ca. 2-3 minütige extreme Kälte von Minus 110 Grad Celsius. Wissenschaftliche Untersuchungen konnten zeigen, dass ein solcher Kälteschock zu einer Minderung entzündlicher Prozesse, der Lösung von Muskelverspannungen und einer Schmerzblockade führen kann.

Wie funktioniert das "Bad" in der Kältekammer?

In Einrichtungen mit Kältekammern werden Interessierte vor dem ambulanten Aufenthalt auf Eignung überprüft und eingängig beraten. Die Kältekammer wird mit Badebekleidung, Mundschutz, Ohrenschutz, Handschuhen, dicken Socken sowie festem Schuhwerk betreten. Der Patient durchläuft zunächst stufenweise Kammern mit Minus 10 und Minus 60 Grad Celsius bevor er die eigentliche Kryo-Kältekammer betritt.

Einrichtungen mit Kältekammern in Mecklenburg-Vorpommern:

 

Historische Salzstraße im Recknitztal

Wer in die spannende Welt der Natursalze und ihrer Heilkräfte eintauchen möchte, sollte der historischen Salzstraße folgen, die von Bad Sülze über den Fluss Recknitz zum Bodden nach Ribnitz-Damgarten und hoch zum Fischland/Darß führt. Besonders eindrucksvoll wird der Weg des weißen Goldes in Bad Sülze erlebbar, wo Sie im Salzmuseum viel Wissenswertes erfahren, in den Salztürmen von Trinwillershagen eine zweistöckige Anlage zur Salzgewinnung entdecken, die gesunde Sole-Trinkkur ausprobieren können.

Weitere Informationen zum Salzreich

Gicht, Arthritis & Co.

Unter dem Oberbegriff „Krankheiten des rheumatischen Formenkreises“ fassen Mediziner rund 400 verschiedene Erkrankungen zusammen. Rheuma tritt dabei größtenteils am Bewegungsapparat auf, betrifft aber nicht nur „harte“ Strukturen wie Knochen, Gelenke oder Knorpel, sondern auch „Weichteile“ wie Muskeln, Bänder oder Sehnen.

Selbst Organe, Rippenfell, Nerven oder Gefäße können betroffen sein. So unterschiedlich wie die einzelnen Erkrankungen sind auch die Therapiemöglichkeiten. Für einen längeren Kuraufenthalt lohnt es sich daher, das breite Angebot mit dem Hausarzt im vorhinein gut zu beraten.

Rheumaschub im Urlaub? Keine Sorge! 

Vor überraschenden Krankheitsschübe müssen sich Rheumapatienten während eines Urlaubs an der Ostseeküste nicht sorgen. Eine erstklassige Versorgungslandschaft bietet eine breite und hochqualitative Gesundheitsversorgung. Im gesamten Land Mecklenburg-Vorpommern gibt es Kliniken der Maximalversorgung, zahlreiche niedergelassene Rheuma-Spezialisten und Rehabilitationseinrichtungen mit einem breiten Spektrum an Therapien von Bewegungs- und Massageangeboten, über Schmerz- und Entspannungstherapien bis hin zu Ernährungsberatungen. Darüber hinaus finden sich in den Universitätsstädten Rostock und Greifswald große Rheuma-Kompetenzzentren. 

Auf die Ernährung kommt es an

 

Viel Gemüse und gutes Eiweiß

Die Ernährung spielt bei Rheumaerkrankungen eine große Rolle. Lassen Sie sich dabei von Ernährungsexperten beraten, die in nahezu allen Reha-Kliniken die Gäste betreuen. Grundsätzlich gilt, dass Rheumatiker zu entzündungshemmenden Stoffen greifen sollten, zu viel Gemüse und gutem Eiweiß – etwa aus Nüssen und Hülsenfrüchten – und zu hochwertigen pflanzlichen Ölen wie Lein- und Weizenkeimöl. Auch zuckerarme Obstsorten empfehlen sich für die tägliche Kost.

Vitamine Ja - Soja nur bedingt

Rheumatikern fehlen häufig B-Vitamine, vor allem B1 und B6 sowie Vitamin E und die Mineralstoffe Magnesium, Kupfer und Selen. Diese Vitalstoffe stecken in grünem Tee, Nüssen, Weizenkeimen, Vollkorngetreide, Linsen und Cashewkernen. Unfermentierte Soja-Produkte (Sojamilch, Sojajoghurt oder Tofu) sind hingegen nicht zu empfehlen. Soja sollte daher nur in fermentierter Form, z. B. als Tempeh, Miso oder Natto, gegessen werden.

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