• Waldbaden reduziert Stresshormone und entspannt., © TMV/H2F
    Waldbaden reduziert Stresshormone und entspannt.

In Mecklenburg-Vorpommern in Ruhe entspannen

Überall in Mecklenburg-Vorpommern gibt es abwechslungsreiche Angebote, die helfen, Stress abzubauen und innerlich zur Ruhe zu kommen. So bauen Yoga, Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung und andere Entspannungsübungen Stress ab, helfen bei der Selbstfindung und beugen Burnout vor.

 
Windatmen am Meer in Zingst

Energie tanken und tief durchatmen kann man mit den Kursen von „Vital-Sport“ zu jeder Jahreszeit in Zingst. Direkt am Strand führt Dr. Birgit Stein Interessierte in die Techniken des Qigong ein. Als Bestandteil dieser Seminare in der Natur erlernen die Teilnehmer bei meditativen Gehübungen die Windatmung in der Brandungszone. Diese Verbindung von Klimatherapie und geschmeidig-harmonischer Ganzkörperbewegung füllt die Energiespeicher auf, tut Atemwegen, Rücken und Gelenken gut, stärkt die Fitness und führt zu tiefer innerer Gelassenheit.

 
Waldbaden in Heil- und Kurwäldern

Gut bekommt man den Kopf beim Spaziergang durch Europas ersten Kur- und Heilwald in Heringsdorf auf der Insel Usedom frei. Auch, weil hier Handys oder Smartphones tabu sind. Besonderheiten dieses rund 187 Hektar großen Areals im Küstenwald sind der Heilwaldplatz am Hauptzugang, der Sensorik-Pfad, drei gekennzeichnete Heilwaldwege mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und Plätze mit einfachen Geräten. Für Blinde und Sehbehinderte wurde im Kur- und Heilwald Heringsdorf ein gut einen Kilometer langer Weg mit Bordsteinen zum Tasten mit dem Stock versehen. Auch für Rollstuhlfahrer eignet sich ein Teil des Areals. So kann sich in diesem natürlichen Gesundheitsstudio jeder frei bewegen und in Ruhe Kraft schöpfen.

Neben dem ersten Kur- und Heilwald Europas in Heringsdorf gibt es mit den Heilwäldern Klink und Plau am See in der Mecklenburgischen Seenplatte sowie dem ersten reinen Kurwald Mecklenburg-Vorpommerns Graal-Müritz drei weitere prädikatisierte Wälder in Mecklenburg-Vorpommern. Darüber hinaus sind noch weitere Kurwälder geplant, darunter in Sellin und Göhren auf der Insel Rügen sowie in Waren und Malchow in der Mecklenburgischen Seenplatte.

 
SchlafGut

Mit dem Projekt „SchlafGut - Gut Schlafen im Sternenpark Mecklenburger ParkLand“ setzt der „Park Land Sterne“ e. V. aus Walkendorf im Landkreis Rostock auf die gesunde Ruhe in der Nacht. Schlafstörungen, Stress, Burnout und Reizüberflutung wirkt diese Gemeinde mit zu Schlaftrainern ausgebildeten Therapeuten und entsprechendem Umfeld gezielt entgegen.

 

Gut zu wissen

 
Progressive Muskelrelaxation

Zu den wissenschaftlich untersuchten Entspannungstechniken gehört Progressive Muskelrelaxation. Nacheinander spannt man dabei bestimmte Muskelgruppen gezielt an und entspannt diese anschließend. Für die Progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen liegen Studien vor, die belegen, dass ein solches regelmäßiges Training zur Muskelentspannung unter anderem langfristig das Wohlbefinden steigert und zu mehr Gelassenheit im Alltag führt.

Autogenes Training

Diese bewährte Form der Entspannung geht auf den deutschen Psychiater Johannes Heinrich Schultz zurück, der Anfang des 20. Jahrhunderts herausfand, dass Menschen im Zustand tiefster Ruhe die Empfindung haben, dass Wärme ihren Körper durchströmt und sie sich danach innerlich gestärkt fühlen. Aus dieser Erkenntnis entstanden spezielle Übungen, die mit Selbstsuggestion gezielt in eine Art Trance versetzen, um diesen Effekt bewusst hervorzurufen. Wer diese Techniken beherrscht und sie in belastenden Situationen anwendet, findet selbst dann zu innerer Ruhe zurück.

Yoga, Qigong & Co.

Zu Unrecht belächelt so mancher Meditation als spirituell oder esoterisch. Zwar haben meditative Entspannungstechniken religiöse Ursprünge in Asien, doch sie bewähren sich tatsächlich bei der Stressbewältigung. Einige Techniken wurden in wissenschaftlichen Studien untersucht. Dazu gehören das aus Indien stammende Hatha-Yoga sowie Tai-Chi und Qigong mit chinesischen Wurzeln. Es zeigten sich langfristig positive Auswirkungen der bewussten Verknüpfung von Bewusstsein mit den jeweiligen Bewegungsabläufen auf Stressreaktionen. Zudem verhelfen Yoga & Co. dem Körper zu innerer Balance.

Präventionsempfehlung

Seit 2017 steht niedergelassenen Ärzten neben dem „Rezept für Bewegung“ als neues Instrument die „Präventionsempfehlung nach dem Präventionsgesetz (PrävG)“ zur Verfügung. Dabei handelt es sich um eine schriftliche Empfehlung für bestimmte verhaltensbezogene Präventionsmaßnahmen in den Bereichen Stressmanagement, Bewegungsgewohnheiten, Ernährung und Suchtmittelkonsum. Das soll verhaltensbezogene Risikofaktoren für bestimmte Indikationen senken. Diese Präventionsempfehlung ist dabei keine herkömmliche ärztliche Verordnung, soll aber die Entscheidungsfindung der Krankenkasse bei der Beantragung entsprechender Kurse fördern.

Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR)

Mindfulness-Based Stress Reduction lässt sich mit „Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion“ übersetzen. Diese Methode zur Stressbewältigung entwickelte der US-amerikanische Molekularbiologe Jon Kabat-Zinn, anerkannter Experte auf dem Gebiet der Achtsamkeitsmeditation. Der Achtsamkeit wenden sich Forscher seit einigen Jahren verstärkt zu. Ziel ist es, dem natürlichen Empfinden für individuell belastende Situation mehr Aufmerksamkeit einzuräumen. Inhalt von MBSR-Kursen sind vor allem traditionelle Meditationstechniken. Wer bewusst auf sich achtet und Entspannungstechniken beherrscht, kann stressbedingte Beschwerden vermeiden oder lindern.

Zertifikat „Sternenpark“

Wie bei Naturschutzgebieten folgt die Zertifizierung durch die International Dark Sky Association (IDA) strengen Kriterien. Als Sternenpark geschützte Gebiete verfügen über einen dunklen Himmel mit weitgehend natürlicher Nachtlandschaft, an dem sich die Sterne gut erkennen lassen. Das setzt einen verantwortungsbewussten Umgang mit künstlichen Lichtquellen voraus, der die für Ballungsräume typische Lichtverschmutzung - auch als Lichtsmog bekannt - vermeidet.

Massenphänomen Schlafstörung

Dass Schlafstörungen längst kein Ausnahmefall mehr sind, bestätigen unterschiedlichste Studien und Erhebungen aus den letzten Jahren. So fand das Roland-Koch-Institut 2013 heraus, dass sich mehr als 25 Prozent der Deutschen mit Schlafstörungen plagen. Eine Befragung der DAK unter 1.400 Berufstätigen im Alter von 35 bis 65 Jahren förderte 2015 einige der Gründe zutage. Gefragt wurde, welche Ursache eine mindestens vier Wochen andauernde Schlafstörung aus Sicht der Betroffenen hat: Knapp 40 Prozent nannten Stress, fast 25 Prozent „Grübeln, Ängste, Sorgen“. Etwa jeder Fünfte sah als Ursache geänderten Rhythmus bzw. nächtliche Schichtarbeit.

 

 

Angebote für Entspannung und Innere Balance

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