• Testfamilie Bennemann aus Sachsen unterwegs auf der Insel Usedom, © TMV/Bennemann
    Testfamilie Bennemann aus Sachsen unterwegs auf der Insel Usedom

In geheimer Mission unterwegs an der Ostsee

Familie Bennemann aus Mittelsachsen - Mama, Papa und drei 3 Räuber im Gepäck (7, 5 und 3 Jahre alt) - berichten über Ihren Testfamilien-Aufenthalt auf der Insel Usedom und am Salzhaff.

Um ehrlich zu sein: Ostsee klang für uns alle direkt fantastisch – frühere Sommerurlaube haben uns hier immer sehr gefallen – aber im Februar?!? Das klang nach eisigen Winden und wolkenverhangenem grauen Himmel… Aber wir durften uns glücklicherweise eines Besseren belehren lassen. Die Ostsee hat nämlich im Winter ihren ganz eigenen Reiz. Die Temperaturen lagen während unserer Urlaubswoche um den Gefrierpunkt und die meiste Zeit strahlte die Sonne vom blauen Himmel. Einfach wunderbar.

Auf der Sonneninsel Usedom

Unser erstes Hotel war das Familienhotel Waldhof Trassenheide. Im Vorfeld hatte ich angefragt, ob es möglich sei, bereits 13 statt 15 Uhr anzureisen, da ein verpasster Mittagsschlaf bei unseren beiden Jüngsten sich in der Regel nicht positiv auf die Stimmung auswirkt. Die nette Dame am Telefon sagte mir dies zu und fragte gleich noch, welche sonstige Kinderausstattung wir noch benötigen könnten. Ein entspannter Urlaubsstart war also garantiert. Auch vor Ort zeigte sich: In diesem Hotel, sowie auch im dazugehörigen Restaurant arbeiten ganz viele tolle Gastgeber, die überaus freundlich, stets zuvorkommend und mit reichlich tollen Ausflugstipps in petto sehr um ihre Gäste bemüht sind.

Das gebuchte Familienzimmer (mit einem extra Kinderzimmer mit Doppelstockbett) war sehr liebevoll und hochwertig eingerichtet. Ein tolles Badezimmer verfügte über eine große Dusche und ein extra Waschbecken auf Kinderhöhe. Was weiterhin positiv auffiel war, dass auf Sauberkeit in diesem Haus sehr großen Wert gelegt wird. Alles war super sauber – absolute Wohlfühl-Atmosphäre!

Gebucht hatten wir 3 Übernachtungen mit Frühstück, entschieden uns aber an 2 Tagen auch das Abendessen im Restaurant einzunehmen. Hier kann der Gast zwischen dem à-la-Carte-Angebot und einem täglich wechselnden reichhaltigen Buffet wählen. Wir entschieden uns für letzteres und waren sehr zufrieden.

Das absolute Highlight des Waldhofes war aber das Kinderland. In der Nebensaison findet hier zwar keine Kinderbetreuung statt, wir genossen es aber auch sehr, unseren Kindern beim fröhlichen Spielen in den großzügigen und liebevoll gestalteten Räumen zuzusehen.

Unser Fazit nach 3 Übernachtungen mit Frühstück und Abendessen ist: absolut empfehlenswert!

Auch die Freizeitmöglichkeiten auf Usedom können sich sehen lassen:

Unser erstes Ziel war Karls Erdbeer-Erlebnisdorf in Koserow. Auch hier waren wir in geheimer Mission unterwegs. Schon beim Anblick des Flyers wurde klar: es wird viel geboten. Unsere Kinder waren begeistert. Besonders die Live-Vorführungen des Marmeladekochens (welche übrigens tatsächlich sehr lecker ist) und der Bonbon-Herstellung von Hand haben sie fasziniert. Es gibt mehrere Rutschen und Spielplätze draußen und drinnen, Ponyreiten, verschiedene Tiere zu bestaunen, Wissenswertes zum Erdbeeranbau und und und. Nicht alle Attraktionen sind kostenfrei. Die Toilettenbenutzung leider auch nicht. Wir haben hier auch zu Mittag gegessen, mussten jedoch feststellen, dass dies sehr preisintensiv ist. Zusätzlich „lauert“ die Shopping-Versuchung hier an jeder Ecke. Ob man dieser nachgeht, entscheidet natürlich jeder für sich. Unser Fazit zu Karls-Erlebnis-Dorf: Sehr nett und vielfältig, jedoch am Ende auch ein teures Vergnügen.

In Trassenheide gingen wir auf die kleine Schatzsuche der Touristinfo. Beim 2. Versuch haben es unsere Kinder geschafft, das Rätsel zu lösen und das Zahlenschloss der großen Schatztruhe zu öffnen. Wir fanden, das ist eine wirklich nette Kinderaktion des Ferienortes!

Als Ausflugstipp wurde uns die Ausstellung Phänomenta Peenemünde empfohlen. Wir waren zunächst etwas unentschlossen, da das Wetter eigentlich zu gut für einen Museumsbesuch war, entschieden uns aber dann doch dafür und wurden nicht enttäuscht. Hier gibt es über 300 interaktive Stationen zu physikalischen Phänomenen. Überall kann man anfassen und probieren. Das hat uns allen riesigen Spaß gemacht! Tolle Ausstellung – absolut empfehlenswert.

Weiterhin stand ein Besuch der Gutsanlage in Mölschow auf dem Programm. Hier gibt es kleine Ausstellungen und ein großes Angebot an kreativen Möglichkeiten zum Selbermachen, wie Filzen, Korbflechten, Seidenmalerei und Specksteinbearbeitung. Sehr nettes Angebot und auch eine super Schlechtwetter-Variante.

Bevor unsere Zeit auf Usedom zu Ende war, stand für uns noch der Besuch der Piraten-Insel Usedom der Seeklause in Trassenheide an. Hier galt es das Restaurant zu testen und das verbanden wir natürlich mit einer ausgiebigen Spielzeit auf dem tollen Holzspielplatz der Piraten-Insel. Unsere Kinder waren absolut begeistert! Ordentlich ausgetobt freuten wir uns anschließend alle auf’s Abendessen im Restaurant der Seeklause. Auch hier kann der Gast zwischen à-la-Carte und einem täglich wechselndem reichhaltigen Buffet wählen. Wir entschieden uns für’s Buffet und können von der Auswahl und der Qualität der Speisen wirklich nur schwärmen. Auch als Vegetarier kam man hier nicht zu kurz. Bedient wurden wir von einem jungen Auszubildenden, der seine Sache wirklich toll machte und sehr um uns bemüht war. Unser Fazit: Ganz Klare Weiterempfehlung! Und übrigens: Die Piraten-Insel-Usedom kann gegen eine Eintrittsgebühr auch unabhängig von Hotel und Restaurant besucht werden.

Nun hieß es Abschied nehmen von der schönen Sonneninsel. Auf der Fahrt ins Ostseebad Rerik legten wir einen Zwischenstopp in Stralsund ein, um das Ozeaneum zu besuchen. Hier erwartet die Besucher eine erstklassige Ausstellung. Empfehlen können wir vor allem die Audioguide-Führungen für Kinder.

Ostseebad Rerik und Salzhaff

In Rerik angekommen wurden wir sehr nett begrüßt und bezogen unser gebuchtes Ferienhäuschen „Strandläufer“ im AWO SANO Familienferiendorf. Dieses ist wirklich nett und zweckmäßig eingerichtet mit einer Küche und allem was man braucht. Einen kleinen Minuspunkt müssen wir leider für die Sauberkeit des Häuschens geben. Hier sollte noch ein bisschen mehr Wert auf Gründlichkeit gelegt werden. Nichts auszusetzen gibt es dagegen an den verschiedenen Einrichtungen der Ferienanlage. Auf dem Gelände befindet sich neben den Ferienhäusern auch noch eine Klinik für Mutter-Kind-Kuren und Spielplatz, Schwimmbad und Kreativhaus können von Urlaubsgästen und Patienten gemeinsam genutzt werden. Letzteres hat uns besonders gut gefallen. Unterschiedlichste Bastelangebote werden sehr nett angeleitet und so hatten unsere Kinder viel Freude am Gestalten von Leuchttürmen und Schatztruhen.

Ein absoluter Pluspunkt des Feriendorfes ist die idyllische Lage am Salzhaff. Wir unternahmen hier eine wunderbare Wanderung mit 2 Ponys – ein Highlight für die ganze Familie. Außerdem gibt es Pluspunkte für’s Frühstück im Restaurant. Dieses war reichhaltig, vor allem mit viel frischem Obst.

Unsere geheime Mission beinhaltete auch den Test des Abendessens im Restaurant. Hier fällt unser Urteil durchwachsen aus. Das liegt zum einen daran, dass man überhaupt nicht flexibel ist – in der Nebensaison muss die Absicht, am Abendessen teilzunehmen, 2 Tage vorher angemeldet werden. Die Essenszeit ist auf 17:30 bis 19 Uhr begrenzt. Dazu hat uns die unruhige Atmosphäre gestört. Wir wurden nur flüchtig begrüßt und die Servicekraft war die gesamt Zeit damit beschäftigt, die Tische laut klappernd für das Frühstück am nächsten Morgen einzudecken. Die Qualität des Essens war wiederum wirklich in Ordnung, die Auswahl nicht üppig, aber ausreichend.

Zurück aus dem Urlaub möchten wir uns noch einmal herzlich bei allen Gastgebern bedanken für die schöne Zeit, die wir verbringen durften! Insgesamt haben wir sehr schöne Tage auf Usedom und in Rerik verbracht. Das allermeiste hat uns sehr gut gefallen, sodass dies definitiv nicht unser letzter Urlaub in MV gewesen sein wird. Da wir ja aber in geheimer Mission unterwegs waren, um eventuell vorhandene Verbesserungspotentiale aufzuspüren, waren wir kritisch und haben die ein oder andere Schwachstelle natürlich auch zu Papier gebracht. Wir hoffen, dass dies von allen Beteiligten konstruktiv aufgenommen wird, damit die Einrichtungen in Zukunft noch mehr zufriedene Gäste begrüßen können.

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