• Atelierhaus Ernst Barlachs, erbaut 1930/ 31, © Uwe Seemann, Archiv Ernst Barlach Stiftung
    Atelierhaus Ernst Barlachs, erbaut 1930/ 31
  • Eingangsbereich  der Museen am Inselsee, © Ernst Barlach Stiftung
    Eingangsbereich der Museen am Inselsee
  • Großes Atelier, © Joachim Thode, Archiv Ernst Barlach Stiftung
    Großes Atelier
  • Kreatives Arbeiten im Museum, © Ernst Barlach Stiftung
    Kreatives Arbeiten im Museum

Ernst Barlach Museen - Atelierhaus

Ernst Barlach (1870-1938) war nicht nur Zeichner, Grafiker und Schriftsteller, sondern zählt auch zu den bedeutendsten Bildhauern des deutschen Expressionismus. In seinem Atelierhaus und der Gertrudenkapelle präsentieren die Ernst Barlach Museen Güstrow den weltweit größten zusammenhängenden Werkbestand des international renommierten Künstlers.

Inmitten der Heidberge, unmittelbar am Ufer des Güstrower Inselsees, lebte und arbeitete einer der bedeutendsten deutschen Bildhauer, Grafiker und Schriftsteller des 20. Jahrhunderts: Ernst Barlach.
Der expressionistische Künstler war 1910 in die mecklenburgische Kleinstadt gezogen und schuf hier den größten Teil seines vielseitigen Werks. Im Zentrum seiner Arbeit stand stets der Mensch mit seinen Emotionen, Sorgen und Nöten, für die Barlach eine zeitlose, auf das Wesentliche reduzierte Formensprache fand.
Auf wichtige künstlerische Erfolge in den 1920er Jahren folgten Anfeindungen als entarteter Künstler, denen sich Barlach in Gestalt seines Wanderers im Wind entgegenstemmte. Dennoch musste er bis zu seinem Tod 1938 die sukzessive Zurückdrängung seiner Kunst aus dem öffentlichen Raum erleben.
Mit dem Ende der NS-Zeit erfuhr Barlachs Kunst eine Rehabilitierung, die ihn – neben Wilhelm Lehmbruck (1881–1919) und Georg Kolbe (1877–1947) – zu einem der wichtigsten, international geschätzten Bildhauer der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts werden ließ.

Die Güstrower Ernst Barlach Museen bewahren den weltweit größten Nachlass des Künstlers mit Arbeiten aus allen Schaffensperioden. Bereits 1953 wurde in der Gertrudenkapelle die erste Barlach-Gedenkstätte eröffnet. Bis heute beherbergt die gotische Kapelle etwa 30 plastische Arbeiten von Ernst Barlach, unter ihnen Lesender Klosterschüler, Die gefesselte Hexe, Der Zweifler und Frau im Wind. Im nahegelegenen Dom zu Güstrow ist das weltbekannte Denkmal für den Ersten Weltkrieg, der Schwebende von Ernst Barlach, zu sehen.

Das 1930/31 errichtete Atelierhaus am Heidberg ist seit 1978 für Besucher geöffnet und präsentiert neben Werken wie Singender Mann, Der Träumer und den Entwürfen für Barlachs zahlreiche Mahnmale einen Einblick in Leben und Werk des Künstlers. Mit der Gründung der Ernst Barlach Stiftung 1994 wurde der Grundstein gelegt, das vielfältige Œuvre Ernst Barlachs an seinem authentischen Arbeitsort zu bewahren und der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Mit hochkarätigen Sonderausstellungen, Konzerten, Lesungen und Kreativworkshops laden die Ernst Barlach Museen Güstrow zu einem lebendigen Dialog mit der Kunst Barlachs ein. Individuelle Angebote für Schulklassen, private Familienfeiern, Junggesellinnenabschiede oder Firmenevents runden das Veranstaltungsspektrum ab.

Kategorie

Backsteingotik, Museen

Im Jahr 1910 ließ sich der Künstler nach längerem Aufenthalt in Berlin in der mecklenburgischen Kleinstadt Güstrow nieder. Hier lebte und arbeitete Ernst Barlach bis zu seinem Tod 1938. Seine Werke gehören zu den bedeutendsten der klassischen Moderne.
In Dauer- und Sonderausstellungen präsentieren drei Museen in Güstrow die weltweit bekannten und einzigartigen Werke Ernst Barlachs (1870-1938).
Am Inselsee unterhalb des Heidberges, hatte Barlach sich 1930/31 ein Atelierhaus errichten lassen, das seit 1979 der Öffentlichkeit als Museum zugänglich ist. In seiner an den Bauhausstil angelehnten Architektur vermittelt die Künstlerwerkstatt authentische Zeitbezogenheit und bietet zugleich einen kongenialen Rahmen für Barlachs Plastiken, die darin präsentiert werden. In seine Holzskulptur „Der Träumer“, schrieb Barlach, seien ihm die Wellen der mecklenburgischen Landschaft hineingekommen.
Rund 320 Plastiken aus Holz, Bronze und zahlreiche Werkmodelle aus Gips sowie 1400 Handzeichnungen, 300 Druckgraphiken, 110 literarische Manuskripte und 130 Skizzen- und Taschenbücher mit etwa 11.000 Skizzen, befinden sich in den Museen der Ernst Barlach Stiftung in Güstrow. In wechselnder Auswahl und in thematischen Sonderausstellungen können die Besucher diese Werke in den Güstrower Barlach-Museen erleben.
In den barrierefreien Museen werden auf vorherige Anmeldung individuelle Museumsführungen für alle interessierten Besucher angeboten. Ebenso gibt es Tastführungen für Blinde und sehbehinderte Menschen, die somit die Möglichkeit haben, die Plastiken Ernst Barlachs  "zu ertasten".

 

Kontakt:

Atelierhaus Ernst Barlach Stiftung Güstrow

Heidberg 15
18273  Barlachstadt Güstrow


Ihr Ziel:

Atelierhaus Ernst Barlach Stiftung Güstrow
Heidberg 15
18273 Barlachstadt Güstrow


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