• Wilde Tiere hautnah erleben - die vielen Beobachtungsstationen ermöglichen faszinierende Einblicke in die Natur, © TVFDZ/Uwe Engler
    Wilde Tiere hautnah erleben - die vielen Beobachtungsstationen ermöglichen faszinierende Einblicke in die Natur

Den Tieren auf der Spur

Naturbeobachtung im Entdecker-Land

Wilde Tiere in ihrem natürlichen Umfeld zu beobachten ist ein besonderes Erlebnis. Ruhe und Geduld sind gefragt, wenn man sich schon am Morgen in einer Beobachtungsstation versteckt. Dann plötzlich: ein Rascheln im Gebüsch – und ein prächtiger Rothirsch taucht in der Waldlichtung auf. Dies sind Bilder, die sich fest einprägen.

Es braucht schon den „Indianerblick“, wenn man sich in eine der etwa 30 Tierbeobachtungsstationen in Mecklenburg-Vorpommern zurückzieht. Die Fuchsspur am Strand oder der vom Biber gefällte Baum können Zeichen sein, die sonst keiner entdeckt. „Ruhe“ ist das Zauberwort, denn bei dem kleinsten Geräusch ist ein scheues Reh über alle Berge. Ein Zauberwort aber auch, weil eben diese Ruhe tiefe Entspannung bringt und einen fast vergessenen Einklang mit der Natur. Ausgerüstet mit Fernglas, Kamera, wetterfester Kleidung und Tierbestimmungsbuch warten Naturliebhaber manchmal stundenlang auf kurze Momente – die gerade durch ihr überraschendes Auftreten so unvergesslich sind.

Neben dem Frühjahr ist der Herbst die beste Jahreszeit, um wild lebende Tiere zu beobachten. Rund um den Darßer Ort fühlt sich das Rotwild so wohl, dass es auch am Tage zu sehen ist. Während seiner Brunftzeit im September und Oktober ist das markante Röhren kilometerweit zu hören. Auch im Himmel bewegt sich viel. Anfang Oktober ist der Höhepunkt des Kranichzuges in Mecklenburg-Vorpommern, dann rasten hier Zehntausende der majestätischen Vögel. Tagsüber halten sie sich in Scharen auf Feldern und Wiesen auf. Abends gleiten sie trompetend zu ihren Schlafplätzen an die Seen und flachen Boddengewässer, wo sie im knietiefen Wasser stehend übernachten.

Für Tierbeobachtungen eignet sich besonders die Dämmerung. Aber auch tagsüber herrscht ein reges Treiben: See- und Fischadler, Kormorane, Gänse und Enten, Füchse oder Wildschweine sind unterwegs. Wer der Natur nahe kommen möchte, sollte mit ihr respektvoll umgehen und stets nach dem Motto handeln: „Beobachten ohne zu stören“. Dann sind unvergessliche Erlebnisse garantiert.

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