• laufderdinge22-1, © Rudolf Kiefert
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Ausstellung: "Lauf der Dinge"

Kilian Emmerling und Annelie Kaduk

Schon in frühester Zeit litten  unsere Vorfahren an ihrer Ohnmacht im unergründlichen „Lauf der Dinge“. Mit ihren wunderbaren Höhlenmalereien warben sie nicht nur um die Gunst des Schicksals, sie signalisierten ihre diesseitigen Fragen an eine jenseitig vermutete Welt, ganz der Hoffnung ergeben, höhere Wesen könnten ihrem unverstandenen Dasein eine verständliche Erzählung geben.

Es war der Weg zur Kunst, der die Welt verständlicher machte, indem er sie auf das Menschliche zurückführte und das Verlangen nach Klarheit, die Sehnsucht nach Vertrautheit in sich aufnahm. In ihren Bildern und Erzählungen offenbaren Künstler ihr erregtes Befinden im Strudel von Lieben und Leiden. Jener Erregung eine eigene Geschichte zu erfinden, ist die Lebensader ihrer künstlerischen Existenz.

In der Bilderwelt der in Neugarten lebenden Annelie Kaduk geht es phantastisch-surreal zu: Tiere sprechen mit Menschen, Frauen, Göttinnen gleich, greifen in das Schicksalsrad, Babies wie byzanthinische Prinzen, die ins Nichts stürzen. Eine scheinbar absurde Welt, die eigene und klassische Mythen und Motive aufgreift und Geschehnisse, Gedanken und Empfindungen parabelgleich in ungewohnte Verbindungen einknüpft.

Für Annelie Kaduk heißt Malen sich mit Fragen zu konfrontieren, wie es um einen selbst bestellt ist als irrlichterndes Menschenwesen, wie wir mit Hoffnungen und Täuschungen umgehen, mit unserer Widersprüchlichkeit und dem Zerstörungstrieb und den Paradoxien unserer Zeit, gemeinhin mit dem, was wir unser Schicksal nennen.

Für den Würzburger Holzbildhauer Kilian Emmerling gibt das Material, das Holz, den entscheidenden Impuls für seine künstlerische Arbeit. Der Künstler, dem der Wald allein schon durch seine Brotarbeit vertraut ist – er kartiert Orte, wo Vögel brüten – sind die Bäume beredte Partner seiner Gestaltungsoptionen. Mit äußerster Akribie arbeitet er die Nahtstellen ihrer Verwandlung heraus. Wie aus dem Unterbewusstsein entstehen unter seinen Händen spannungsvolle Formgebilde, seltsame Naturwesen, im Augenblick erstarrte menschliche Torsi in irritierender Körpersprache, zu und abgewandte Paare- schwingend, harmonisch, wie verletzbar und zerrissen auch immer die eigene Befindlichkeit in den Raum gestellt.

                                                                                                        Rudolf Kiefert

Datum:

vom 08.07. bis 26.08.


Veranstaltungskategorie:

Ausstellung


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