• Karl Holfeld, Althäger Häusergruppe mit Adolf-Miethe-Haus, Aquarell, 1956, © Renate Löber
    Karl Holfeld, Althäger Häusergruppe mit Adolf-Miethe-Haus, Aquarell, 1956
  • Frida Löber, Porträt der Malerin Dagmar Puttnies-Munk, aquarellierte Tuschezeichnung, 1983, © Renate Löber
    Frida Löber, Porträt der Malerin Dagmar Puttnies-Munk, aquarellierte Tuschezeichnung, 1983
  • Karl Holfeld, Am Hohen Ufer in Ahrenshoop. Tusche, 1955, © Renate Löber
    Karl Holfeld, Am Hohen Ufer in Ahrenshoop. Tusche, 1955

Ausstellungseröffnung – Sehnsucht Meer

Löber + Puttnies-Munk…Holfeld + Zschunke Malerei, Zeichnung, Keramik, Plastik, Fotografie

Ahrenshoop als Künstlerort hat in den letzten Jahrzehnten bei prägnanten Ausstellungen immer wieder und mit Recht den Fokus auf die „alten Meister“, vor allem die erste Generation der Künstlerkolonie, also auf Maler, gelegt. Das ist das „Tafelsilber“ der Künstlerkolonie Ahrenshoop, dem der Ort neben der einzigartigen Lage zwischen Meer und Bodden oder gerade deswegen seine heutige Bekanntheit als Künstlerort auch über die Grenzen Deutschlands hinaus ursächlich verdankt. Viele Künstler folgten. Die meisten davon aber waren und sind bis in die Gegenwart eher „Malgäste“.

Doch es gab sie, die Künstler, die hier lebten und wirkten, teilweise unter materiell extrem schwierigen Bedingungen.

Schwerpunkt der Gemeinschaftsausstellung im Dornenhaus anlässlich des 125jährigen Jubiläums der Künstlerkolonie Ahrenshoop sind deshalb die beiden Althäger Künstlerfamilien Löber und Puttnies-Munk, die bis in die Gegenwart hinein überwiegend hier bzw. im Umfeld leben und künstlerisch – vor allem als Keramiker, aber auch als Fotograf, Metallgestalter und Grafiker – tätig sind. So lernen sich 1929 an der Burg Giebichenstein, Halle der junge Dornburger Töpfer, Gestalter für KPM und Meisterschüler von Gerhard Marcks, der Bildhauer Wilhelm Löber (1903-1981) und seine spätere Frau Frida Lüttich (1910-1989), die ebenfalls an der Kunstgewerbeschule in Halle Malerei und Email studiert, kennen. Sie heiraten bereits 1930 und ziehen 1932 nach Althagen, 1935 in die Büdnerei 65. Schwer sind die Kriegsjahre. Wilhelm Löber ist 5 Jahre Soldat. Die Kriegserlebnisse prägen ihn ebenso wie das ständige Ringen um Aufträge, um letztendlich 8 Kinder (5 davon werden Keramiker, der älteste Sohn Bildhauer) zu ernähren. Frida malt und zeichnet, wenn sie Zeit dafür hat. Die Rückbesinnung auf die Keramik und damit eine zumindest erträgliche neue Einnahmequelle ist insofern eine logische Konsequenz, aber auch Zeichen kreativer Auseinandersetzungen. Die heute weit über die Grenzen hinaus bekannte Fischlandkeramik, 1955 gemeinsam mit Bärbel und Arnold Klünder begonnen, entsteht – anfänglich noch frei geformt. 1967 – also vor nunmehr 50 Jahren – übernimmt Sohn Friedemann, der 1960 in Heiligendamm sein Keramikstudium abschließt und bereits jahrelange Erfahrungen in der elterlichen Werkstatt besitzt, deren Leitung, zumal Wilhelm Löber die Familie verlässt. Die heute typisch dekorierte schlichte Gebrauchskeramik in aufwendiger Ritz-/Maltechnik und ab da scheibengedreht entsteht, stark beeinflusst von der älteren, unermüdlich tätigen Schwester Ella. Friedemann Löbers erster Lehrling ist seine Schwester Wilfriede, heutige Maaß. Schwester Leni arbeitet ebenfalls in freien Zeiten in der überaus kreativen Werkstatt, in der zahlreiche Keramiker/Innen erfolgreich lernen, u.a. Michael Goll, Roswitha Weihermüller, Regina Wellmer, Peter Beyer, Philine Spieß … Heute existiert nahezu eine ganze Keramiker-Dynastie an Löberkindern und -enkeln, die eine Familientradition vielfältig lebendig erhalten: eine künstlerische Perlenschnur zwischen den Generationen im Künstlerort Ahrenshoop!

Eintritt/Preisinformation:

kostenlose Veranstaltung

Datum:

- leider schon vorbei -


Veranstaltungskategorie:

Ausstellung


Kontakt:

Dornenhaus

Bernhard-Seitz-Weg 1
18347  Ahrenshoop


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Dornenhaus

Bernhard-Seitz-Weg 1
18347  Ahrenshoop

+49 (0)38220 80963


Alle Veranstaltungstermine

  • Samstag, 20.05.2017, 15:00 Uhr
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