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Fatih Akins Film "Tschick" Heldenreise im Lada

Kann "Tschick" im Kino dem Mega-Bestseller gerecht werden? Regisseur Fatih Akin wagte es mit seiner 1. Literaturverfilmung, heraus kam das perfekte Roadmovie

 

Filmhandlung und Hintergrund

Es gibt Filme, die auf literarischen Vorlagen beruhen, also auf Büchern, die selbst nicht sehr bekannt sind. Und es gibt Literaturverfilmungen. "Tschick" ist ganz eindeutig eine Literaturverfilmung.

Schließlich wurde der Roman mehr als zwei Millionen Mal verkauft, mit diversen Preisen ausgezeichnet und vor allem: von seinen Lesern so heiß geliebt wie wenige Veröffentlichungen der letzten Jahre. Insofern ist die Erwartungshaltung an seine Verfilmung sehr groß und wird gleichzeitig von bangen Fragen dominiert: Klappt das? Oder macht der Film die Leseerfahrung kaputt? Braucht man ihn überhaupt?

Ganz deutlich: Das klappt. Sehr gut sogar. Und tatsächlich braucht man "Tschick", den Film, unbedingt, wenn man "Tschick", den Roman, begeistert verschlungen hat. Denn wohl jeder Leser hat bei der Lektüre des Romans die gleiche Erfahrung gemacht: Man wollte, wie die beiden Protagonisten Maik und Tschick, dass ihre Reise nie zu Ende gehen möge. Jetzt hat man im Kino die Möglichkeit, sie mit ihnen noch einmal zu bestreiten. Für 90 Minuten wenigstens darf man noch einmal eintauchen in die Welt aus Wolfgang Herrndorfs Imagination, diese Welt, so hart und traurig wie die wirkliche, und doch so merkwürdig zart und leicht und lustig, so verzaubert.

Die Handlung dreht sich um Maik (Tristan Göbel), der in einer Wohlstandsblase lebt, während sein Vater auf den Bankrott zusteuert; dessen Mutter alkoholkrank ist und immer wieder in einer als "Beautyfarm" etikettierten Entzugsklinik verschwindet; der in seiner Klasse Psycho genannt wird, keine Freunde hat und die schöne Tatjana nur aus der Ferne anhimmelt.

Actionreich, aber liebevoll

Und um Tschick (Anand Batbileg), der eigentlich Andrej Tschichatschow heißt, aus einer Familie russischer Spätaussiedler stammt und neu in der Klasse ist. Der kommt betrunken zur Schule, trägt Assi-Klamotten und sagt ansonsten kaum ein Wort. Was Maik und Tschick verbindet, ist die Tatsache, dass beide nicht zur Geburtstagsparty von Tatjana eingeladen sind, die den Beginn der großen Ferien einläutet. Irgendwann sitzen beide dann in einem gestohlenen Lada und gehen auf eine Reise durch den Sommer in die ostdeutsche Provinz. Eine Heldenreise, ganz ohne Zweifel.

So wird "Tschick", wie schon das Buch zuvor, zu einem Film für Erwachsene und Jugendliche gleichermaßen. Aber so leicht und unterhaltsam das Ganze auch daherkommen mag - zu leicht nehmen sollte man es auf keinen Fall.

 

Eintritt/Preisinformation:

Ticketpreise nach Vorgabe des Veranstalters.

Datum:

- leider schon vorbei -


Veranstaltungskategorie:

Kino


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  • Donnerstag, 18.05.2017, 19:30 Uhr
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