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Das Haus Mecklenburg-Strelitz und die Fürstengruft

von Regenten, Kavalieren und starken Frauen

Vortrag der Reihe „Das Haus Mecklenburg-Strelitz und die Fürstengruft: von Regenten, Kavalieren und starken Frauen“.

Abschied von der guten alten Zeit: Adolf Friedrich V. und seine Familie

Sandra Lembke widmet sich diesmal der Familie des Großherzogs Adolf Friedrich V. von Mecklenburg-Strelitz (1848-1914). Dieser bestieg erst im Alter von knapp 56 Jahren den Thron und bemühte sich um die Modernisierung seines Landes. Im Frühjahr 1877 vermählte sich Adolf Friedrich V. mit Prinzessin Elisabeth von Anhalt (1857-1933). Sie machte sich in ihrer neuen Heimat insbesondere durch ihr karitatives Engagement einen Namen. Doch dieser Landesmutter war privat nur wenig Glück beschieden. So stand sie lange im Schatten ihrer selbstbewussten Schwiegermutter und musste zudem zahlreiche familiäre Schicksalsschläge verkraften.

Ihre älteste Tochter Marie (1878-1948) ging als junges Mädchen eine nicht standesgemäße Beziehung ein und verlor aufgrund des daraus resultierenden Skandals alle Chancen auf eine hochrangige Verbindung. So trat die Prinzessin zunächst mit einem französischen Grafen vor den Altar. Die Ehe gestaltete sich aber wenig erfreulich und wurde im Jahr 1908 geschieden. Einige Jahre später vermählte sich Marie ein zweites Mal.

Das Schicksal der Schwester sollte auch indirekte Auswirkungen auf die zweite Tochter Jutta (1880-1946) haben. Auch diese musste nach dem Skandal schnell unter die Haube gebracht werden. Jutta heiratete im Sommer 1899 den Erbprinzen Danilo von Montenegro und begleitete ihren Mann während des Ersten Weltkrieges ins Exil. Im Jahr 1921 war sie für wenige Tage Titular-Königin des Landes der schwarzen Berge.

Großherzog Adolf Friedrich VI. von Mecklenburg-Strelitz (1882-1918), der älteste Sohn, beging Selbstmord und wurde als einziges Mitglied der großherzoglichen Familie außerhalb der Gruft bestattet. In den letzten 100 Jahren sind zahlreiche Mythen über sein Leben und Sterben entstanden, die ungeprüft weitererzählt und ausgeschmückt wurden. Gleiches trifft auf seinen jüngeren Bruder Carl Borwin (1888-1908) zu, der plötzlich und unerwartet im Alter von 19 Jahren verstarb.

Sandra Lembke wird sich in ihrem Vortrag dieser Legenden annehmen und von ihren – aus Originaldokumenten gewonnenen – Recherche-Ergebnissen berichten.  

Um Voranmeldung wird gebeten.
Tel.: (039833) 269955

Datum:

- leider schon vorbei -


Veranstaltungskategorie:

Vortrag & Wissenschaft


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3-Königinnen-Palais

Schlossinsel 2a
17252  Mirow


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  • Freitag, 28.02.2020, 18:00 Uhr
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