• 1964 Gésa Frid bei einer Rundfunkaufnahme, © privat
    1964 Gésa Frid bei einer Rundfunkaufnahme

„Géza Frid: Reinrassiger Musiker und Lebenskünstler“

Sonderveranstaltung des Konservatoriums Schwerin anlässlich des Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

 

Am Freitag, dem 26. Januar 2018 um 15.00 Uhr findet im Brigitte Feldtmann Saal des Konservatoriums Schwerin  eine Sonderveranstaltung anlässlich des Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus statt. Unter dem Motto „Géza Frid: Reinrassiger Musiker und Lebenskünstler“ wird Arthur Frid aus Amsterdam, der Sohn des Komponisten und Pianisten Géza Frid (1904 -1989) als Zeitzeuge über dessen Überleben und Erfahrungen während der Besatzungszeit im 2. Weltkrieg in Holland berichten. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung durch die Flötistin Eleonore Pameijer - die schon mehrfach als Dozentin und Jurorin im Rahmen des Internationalen Festivals Verfemte Musik am Konservatorium zu Gast war, die Pianistin Yuko Ellinger - die auch als freie Mitarbeiterin am Konservatorium tätig ist sowie Schülerinnen und Schüler des Konservatoriums Schwerin.

 

Die Veranstaltung findet in der Puschkinstraße 6 statt. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung bis zum 19.1.2018 wird empfohlen per Email an DSemlow@schwerin.de oder telefonisch unter 0385 – 59 127 48.

 

Hintergrund:

 

Géza Frid war einer der Hauptfiguren des niederländischen Musiklebens in der Nachkriegszeit. Er studierte in Budapest bei den berühmten Komponisten Béla Bartók und Zoltán Kodály. 1929 emigrierte Géza Frid in die Niederlande. 1941 wurde er zum staatenlosen Juden erklärt. Diese Situation war gleichbedeutend mit einem Berufsverbot. Trotzdem konzertierte er weiterhin bei privaten Musikveranstaltungen und konnte somit im Tausch gegen Lebensmittel überleben. Außerdem war er als aktiver Teil des Widerstands der Künstler in illegale Untergrundaktivitäten eingebunden. Nach dem Krieg erhielt der gebürtige Ungar dann die niederländische Staatsbürgerschaft und konnte seine Tätigkeit als Pianist wieder öffentlich und frei ausüben.

 

Sein Sohn Arthur Frid (geboren 1939) ist in seiner Kindheit mit Musik „liebevoll überfüttert“ (Zitat Arthur Frid) worden. Zunächst als Journalist ausgebildet, wurde er nach einem Jurastudium Kriminologe und arbeitete 25 Jahre an der Freien Universität in Amsterdam. Arthur Frid engagiert sich für die Wiederentdeckung der Musik seines Vaters. Er wurde Mitbegründer der Géza Frid Stiftung und ermöglicht vielseitige Informationen über seinen Vater auf der Website www.gezafrid.com .

 

 

Text:                                     Volker Ahmels/Christina Lüdicke

Eintritt/Preisinformation:

Der Eintritt ist frei.

kostenlose Veranstaltung

Datum:

- leider schon vorbei -


Veranstaltungskategorie:

Klassik


Kontakt:

Konservatorium Schwerin

Puschkinstr. 6
19055  Schwerin


Kontakt:

Konservatorium Schwerin

Puschkinstraße 13
19055  Schwerin

0385-5912740
konservatorium@schwerin.de


Alle Veranstaltungstermine

  • Freitag, 26.01.2018, 15:00 Uhr
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