• Meeresleuchten in der Ostsee, © Daniel Erikson/SYKE
    Meeresleuchten in der Ostsee

„Meeresleuchten – schön aber gefährlich? Biolumineszente Algen und ihre Blüten in der sich verändernden Ostsee“ – Vortrag am Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

Vortragsreihe "Warnemünder Abende" des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung Warnemünde: Die Meeresbiologin Dr. Anke Kremp des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung Warnemünde berichtet über winzig kleine Algen, die bei massenhaftem Auftreten in der Ostsee das Meeresleuchten hervorrufen können.

Seit einigen Jahren kann man in geschützten Meeresbuchten an den flachen Küsten der Ostsee ein magisches Phänomen beobachten: Wenn man an warmen Spätsommerabenden im Dunkeln ins Wasser springt oder mit dem Boot unterwegs ist, leuchtet das Wasser milchig blau und reflektiert die Bewegungen im Wasser wie ein Schein. Meeresleuchten, wissenschaftlich als Biolumineszenz bezeichnet, ist aus tropischen Meeresgebieten bekannt und wird von mikroskopisch kleinen Algen verursacht.
In der Ostsee zeigen seit Beginn des neuen Jahrtausends Blüten der giftigen Algenart Alexandrium ostenfeldii regelmäßig im Spätsommer das Phänomen des Meeresleuchtens. Es ist noch unklar, ob diese Panzergeissel-Alge aus dem Mittelmeer eingeschleppt wurde oder doch ursprünglich in der Ostsee vorkommt. Sehr wahrscheinlich ist aber, dass die Massenvorkommen Folge der steigenden Wassertemperaturen sind. Flache geschützte Meeresbuchten erwärmen sich stärker als bisher und bieten der leuchtenden Panzergeissel-Alge ideale Wachstumsbedingungen, besonders in nährstoffreichen Küstengewässern. Hier kann die Algendichte extrem ansteigen, so dass das Wasser sich rötlich-braun färbt. Dabei kommt es auch zu hohen Konzentrationen der von dieser Alge produzierten Nervengifte. Wenn sich die Gifte in Muscheln anreichern, können sie auch zur Gefahr für den Menschen werden. In der Ostsee ist diese Gefahr jedoch gering, denn hier sind die Muscheln zum Essen zu klein.

Datum:

- leider schon vorbei -


Veranstaltungskategorie:

Vortrag & Wissenschaft, Natur


Kontakt:

Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

Seestraße 15
18119  Rostock-Warnemünde


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  • Donnerstag, 15.08.2019, 18:30 Uhr
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