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Mirower Kultur- und Literaturtage

Autorenlesung mit Christian Mähr

Autorenlesung mit Christian Mähr - Der jüngste Tag des Peter Gottlieb

Alles hatte damit angefangen, dass der Hildmeyer dem Peter Gottlieb vors Auto lief. Mitten in der Nacht war er aus einem abzweigenden Waldweg auf die Straße gestolpert, ohne zu schauen, und im hohen Bogen über Gottliebs Wagen geschleudert worden. Dass der Verunglückte ein paar Sekunden später wieder aufsteht, sich den Anzug ausklopft und dann auf Gottliebs Beifahrersitz steigt, ist die erste von vielen Begebenheiten, die den Rahmen dessen, was jener bis dato für normal gehalten hat, bei Weitem übersteigen. Gemeinsam mit dem Lokalpolizisten Inspektor Stieger geht Peter Gottlieb den Ungereimtheiten nach. Da taucht ein Papyrus auf, das den Tag des Jüngsten Gerichts ankündigt: und zwar mit heutigem Datum! Inspektor Stieger, der honorige Anwalt Kategoros-Korowjew und die Auferstandenen, alle sind sie zu Peter Gottlieb in den Gasthof geladen. Die Prozession setzt sich in Gang, doch insgeheim fragt man sich: Wo bleiben die Posaunen? Die Engelschöre? Und hätte man nicht vielleicht irgendwie eine passendere Location finden können?

Christian Mähr am 6. Februar 1952 geboren ist ein östereichischer Chemiker, Wissenschaftsredakteur und Schriftsteller. Er besuchte ein Gymnasium in Feldkirch, studierte nach der Matura ab 1970 Chemie an der Universität Innsbruck und schloss dieses Studium 1982 mit der Promotion ab. Anschließend arbeitete er als Wissenschaftsredakteur beim Österreichischen Rundfunk. 1999 nahm er am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb teil. Er ist Verfasser von Romanen und Hörspielen, die der fantastischen Literatur zugerechnet werden. Daneben übersetzt Christian Mähr aus dem Englischen. 1985 ging sein Hörspiel "Chlorophyll" im ORF auf Sendung. Es behandelt die Entgleisung der Natur in Form von Schachtelhalmen, die die gesamten Vereinigten Staaten von Amerika überwuchern. Offen bleiben die Ursache und der weitere Verlauf. Im Jahr danach produzierte der ORF-Vorarlberg Mährs Hörspiel "Die transplutonische Plage". 1992 gewann er mit seinem Roman „Fatous Staub“ die beiden bedeutendsten deutschen Science-Fiction-Preise – Deutscher Science Fiction Preis und Kurd-Laßwitz-Preis. In dem Buch geht es in einer Alternativweltgeschichte um einen Autor, der Kontakt zu Parallelwelten aufnimmt, in denen es weder die Weltkriege noch den Mord an den Juden gegeben hat, sondern das wilhelminische Zeitalter weiter lebt. Im Sachbuch „Vergessene Erfindungen“ stellt er Innovationen vor, die es tatsächlich gab, aber nie zum Durchbruch gelangten, weil sie entweder zu ihrer Zeit nicht umsetzbar waren oder einfach von besseren Erfindungen überholt wurden Sein Roman „Alles Fleisch ist Gras“ (2010) wurde 2013 für die ORF-Landkrimi-Reihe verfilmt und wird am 29.Juli um 20:15 Uhr im ZDF ausgestrahlt.

Beginn: 18:30 Uhr, Einlass: 18:00 Uhr (Snacks + Getränke), Eintritt: 10,- Euro

Weitere Informationen und Kartenverkauf unter www.schmittsinmirow.de

Datum:

- leider schon vorbei -


Veranstaltungskategorie:

Theater & Bühne


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Bei Tumas in Peetsch

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17252  Peetsch


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  • Freitag, 21.08.2020, 18:30 Uhr
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