• St. Georgenkirche 

Die in ihrer heutigen Baugestalt jüngste der insgesamt drei monumentalen Backsteinbasiliken ist die Georgenkirche. Als Pfarrkirche der Neustadt ist sie im südwestlichen Bereich der Altstadt gelegen. Das erst in der Mitte des 15. Jh. begonnene Projekt des ins Kolossale gesteigerten Lang- und Querhauses stellt gleichzeitig den letzten im Mittelalter begonnenen Großbau einer städtischen Pfarrkirche in Norddeutschland dar. Das ehrgeizige Neubauvorhaben konnte gegen Ende des 15. Jh. nicht in geplanter Weise vollendet werden. Somit ist das spezifische Erscheinungsbild der Kirche mit dem unvollendeten Westturm und dem nicht mehr ersetzten Chor auch ein Dokument für die schwindenden wirtschaftlichen Kräfte Wismars und der wendischen Nachbarstädte zu Zeiten des langsamen Niedergangs der Hanse. 
Einzigartig und ungewöhnlich ist die enge Nachbarschaft der beiden mittelalterlichen Pfarrkirchen St. Marien und St. Georgen, deren Ensemble über einen ganz besonderen städtebaulichen Reiz verfügt. 
Der älteste Bauteil der Georgenkirche ist der basilikale Chor, der im frühen 14. Jh. an den Vorgängerbau, eine Hallenanlage, angefügt wurde. Er unterscheidet sich von den in direkter Nachfolge der Lübecker Marienkirche und der Stralsunder Nikolaikirche entstandenen Kathedralchören dadurch, dass er über alle drei Schiffe mit einer geraden Ostwand geschlossen ist  eine Chorform, die vielleicht unter dem Einfluss des Deutschen Ordens entstand, dem 1270 das Patronat der Georgenkirche übertragen wurde. Erst zu Beginn des 15. Jh, im Jahre 1404, wurde von Westen mit einem Neubau von Westanlage und Langhaus begonnen. 
Nach einer längeren Bauunterbrechung entstanden ab Mitte der 1440er Jahre das basilikale, dreischiffige, von Einsatzkapellen flankierte Langhaus und die einschiffigen Querhausarme, deren enorme Höhensteigerung gerade im Vergleich zu dem älteren Chor deutlich wird. Insbesondere die hoch aufstrebenden Stirnseiten der Querhausarme mit ihren schlanken Fenstern und ihren prächtigen, von Türmen flankierten Giebeln sind es, die den Eindruck der überdimensionierten Mächtigkeit des Bauwerks begründen. 
Unter Leitung des Baumeisters Hans Martens erfolgte bis Ende der 1470er Jahre die Wölbung. In den 1480er Jahren war die Entscheidung gegen eine Fertigstellung des ehrgeizigen Bauvorhabens bereits gefallen; um 1540 erhielt der unvollendete Turmbau seinen bescheidenen Aufsatz mit Glockenstube, 1594 das Mittelschiff oberhalb des Choranschlusses einen gemauerten Giebel, wodurch der unfertige Zustand an diesen beiden Stellen einen endgültigen Charakter bekam. Im 2. Weltkrieg schwer beschädigt, in den folgenden Jahrzehnten dem Verfall preisgegeben, wird die -größte Kirchenruine Deutschlands- seit 1990 in einem einzigartigen Wiederaufbauprogramm schrittweise rekonstruiert und in Stand gesetzt., © Nichtkommerzielle, sonst uneingeschränkte Nutzung HWI.
    St. Georgenkirche Die in ihrer heutigen Baugestalt jüngste der insgesamt drei monumentalen Backsteinbasiliken ist die Georgenkirche. Als Pfarrkirche der Neustadt ist sie im südwestlichen Bereich der Altstadt gelegen. Das erst in der Mitte des 15. Jh. begonnene Projekt des ins Kolossale gesteigerten Lang- und Querhauses stellt gleichzeitig den letzten im Mittelalter begonnenen Großbau einer städtischen Pfarrkirche in Norddeutschland dar. Das ehrgeizige Neubauvorhaben konnte gegen Ende des 15. Jh. nicht in geplanter Weise vollendet werden. Somit ist das spezifische Erscheinungsbild der Kirche mit dem unvollendeten Westturm und dem nicht mehr ersetzten Chor auch ein Dokument für die schwindenden wirtschaftlichen Kräfte Wismars und der wendischen Nachbarstädte zu Zeiten des langsamen Niedergangs der Hanse. Einzigartig und ungewöhnlich ist die enge Nachbarschaft der beiden mittelalterlichen Pfarrkirchen St. Marien und St. Georgen, deren Ensemble über einen ganz besonderen städtebaulichen Reiz verfügt. Der älteste Bauteil der Georgenkirche ist der basilikale Chor, der im frühen 14. Jh. an den Vorgängerbau, eine Hallenanlage, angefügt wurde. Er unterscheidet sich von den in direkter Nachfolge der Lübecker Marienkirche und der Stralsunder Nikolaikirche entstandenen Kathedralchören dadurch, dass er über alle drei Schiffe mit einer geraden Ostwand geschlossen ist eine Chorform, die vielleicht unter dem Einfluss des Deutschen Ordens entstand, dem 1270 das Patronat der Georgenkirche übertragen wurde. Erst zu Beginn des 15. Jh, im Jahre 1404, wurde von Westen mit einem Neubau von Westanlage und Langhaus begonnen. Nach einer längeren Bauunterbrechung entstanden ab Mitte der 1440er Jahre das basilikale, dreischiffige, von Einsatzkapellen flankierte Langhaus und die einschiffigen Querhausarme, deren enorme Höhensteigerung gerade im Vergleich zu dem älteren Chor deutlich wird. Insbesondere die hoch aufstrebenden Stirnseiten der Querhausarme mit ihren schlanken Fenstern und ihren prächtigen, von Türmen flankierten Giebeln sind es, die den Eindruck der überdimensionierten Mächtigkeit des Bauwerks begründen. Unter Leitung des Baumeisters Hans Martens erfolgte bis Ende der 1470er Jahre die Wölbung. In den 1480er Jahren war die Entscheidung gegen eine Fertigstellung des ehrgeizigen Bauvorhabens bereits gefallen; um 1540 erhielt der unvollendete Turmbau seinen bescheidenen Aufsatz mit Glockenstube, 1594 das Mittelschiff oberhalb des Choranschlusses einen gemauerten Giebel, wodurch der unfertige Zustand an diesen beiden Stellen einen endgültigen Charakter bekam. Im 2. Weltkrieg schwer beschädigt, in den folgenden Jahrzehnten dem Verfall preisgegeben, wird die -größte Kirchenruine Deutschlands- seit 1990 in einem einzigartigen Wiederaufbauprogramm schrittweise rekonstruiert und in Stand gesetzt.

St.-Georgen-Kirche - Besichtigung und Aussichtsplattform

täglich 10.00 - 16.00 Uhr (Änderungen vorbehalten)

Datum:

- leider schon vorbei -


Veranstaltungskategorie:

Ausstellung, Kirchliche Veranstaltung


Kontakt:

St.-Georgen-Kirche Wismar

St. Georgen-Kirchhof 1
23966  Wismar


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Tourismuszentrale Wismar

Lübsche Straße 23 a
23966  Wismar

03841 19433
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  • Montag, 01.10.2018, 10:00 Uhr
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