• Jutta Voigt, © Milena Schlösser
    Jutta Voigt
  • Kunstkaten, © KV Ahrenshoop • Foto voigt & kranz UG Prerow
    Kunstkaten

„Stierblutjahre – Die Boheme des Ostens“

Die Kurverwaltung Ahrenshoop präsentiert in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung eine Lesung mit der brillanten Feuilletonistin Jutta Voigt, die ihr neues Meisterwerk „Stierblutjahre – Die Boheme des Osten“ vorstellt.

Klug und unterhaltsam erzählt Jutta Voigt von der Sehnsucht nach einem anderen Leben in der DDR. Künstler, Bohemiens, am realexistierenden Sozialismus Gescheiterte – sie alle suchten das richtige Sein außerhalb der Kontrolle des falschen Systems.

Im Mittelpunkt des neuen Buches von Jutta Voigt steht eine Boheme, die ein elementares Interesse verfolgte: das andere Leben. In den frühen DDR-Jahren mit rebellischem Elitebewusstsein und Aufbruchspathos, zunehmend kritisch und reformerisch in den Siebzigern, distanziert bis gleichgültig in den Achtzigern. Die Künstler – von Brecht bis Müller, von Hacks bis Wawerzinek, von Berlau bis Krug, von Thalbach bis Schlesinger – wollten nur eins: als Individuen existieren, unkontrolliert sie selber sein dürfen. Besonders in den zerfallenden Mietshäusern des Prenzlauer Berg in Berlin, aber auch in Leipzig, in Dresden-Loschwitz und in der Altstadt von Halle entwickelte sich eine subkulturelle Szene zwischen Distanz, Skepsis und Hedonismus. Jutta Voigt wird in diesem Meisterwerk zur Chronistin derer, die das richtige Leben suchten. Radikal, humorvoll, oft betrunken und immer leidenschaftlich.

"Ein wunderbares Buch, sehnsüchtig, unverlogen, offen und diskret. Und schön!" Christoph Dieckmann, DIE ZEIT.

"Wo hört das Journalistische auf und fängt das Literarische an? Fließende Übergänge gibt es allenfalls bei den großen Namen wie Tucholsky, Kisch und Djuna Barnes – auf diese Empore gehört auch der Name Jutta Voigt.“ NDR

"Ein Bohemien ist ein Mensch, der aus der großen Verzweiflung heraus, mit der Masse der Mitmenschen innerlich nie Fühlung gewinnen zu können, ... drauf losgeht ins Leben, mit dem Zufall experimentiert, mit dem Augenblick Fangball spielt und der allzeit gegenwärtigen Ewigkeit sich verschwistert.“ Erich Mühsam.

 

Eintritt/Preisinformation:

Eintritt: frei, 75 Plätze, keine Reservierung möglich
Einlass: 18.30 Uhr

 

Datum:

- leider schon vorbei -


Veranstaltungskategorie:

Literatur


Kontakt:

Kunstkaten Ahrenshoop

Strandweg 1
18347  Ahrenshoop


Kontakt:

Kunstkaten Ahrenshoop

Strandweg 1
18347  Ostseebad Ahrenshoop

+49 38220 80308
kunstkaten@ostseebad-ahrenshoop.de


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  • Donnerstag, 15.06.2017, 19:00 Uhr
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