• Öl auf Leinwand, 80 x 80 cm, 2014, © Saskia Järve
    Öl auf Leinwand, 80 x 80 cm, 2014

Tag der offenen Tür

Geöffnete Ateliers, Lesungen, Konzert und Performance am 28. Mai 2017 ab 15 Uhr im Künstlerhaus Lukas, Ahrenshoop

15-17 Uhr geöffnete Ateliers
Ellen Mueller (Buckhannon/USA) – Installation/Video/Performance
Saskia Järve (Tallinn/Estland) – Malerei
Yingmei Duan (Braunschweig) – Performance

17 Uhr Lesungen, Konzert und Performance
Heiner Egge (Hennstedt) – Prosa
Kai Grehn (Berlin) – Preisträger des Literaturpreises M-V 2016
Mark Weschenfelder (Leipzig) – Komposition
Yingmei Duan (Braunschweig) – Performance

Die estnische Malerin Saskia Järve malt ganz klassisch mit Öl auf Leinwand. Ihre Ausstellungsprojekte sind meist Bilderreihen, die sich einem bestimmten Thema widmen und dieses in einem Gesamtkonzept von verschiedenen Seiten beleuchten. Ihr jüngstes Projekt „Memory Fades“ beschäftigt sich mit Erinnerungen, insbesondere mit den darin verborgenen Verzerrungen, die im Laufe der Zeit das tatsächlich Geschehene verändern. Dabei interessiert sie sich für die wissenschaftliche Darlegung, dass negative emotionale Erinnerungen, wie etwa Angst, akkurater im Gedächtnis bleiben als positive. Gern kombiniert sie diese Untersuchungen mit Klanginstallationen, um einmal mehr persönliche Erinnerungsräume zu ermöglichen. Saskia Järve wurde 1979 in Pärnu/Estland geboren und lebt heute in Tallinn. Sie studierte Bildende Kunst im Bereich Malerei an der Estonian Academy of Arts in Tallinn im Bachelor und Master.

Die aus den USA kommende Ellen Mueller ist zu Gast im Austausch unseres Partners NES Artist Residence. Als Performance-Künstlerin, die große Freude an interdisziplinären Projekten hat, schließt sie Installation und Bild gleichermaßen in ihrer Arbeit ein. Ihre Darstellungen handeln unter anderem von der Umwelt, der Hyperaktivität neuer Medien und Kontrollsystemen in Firmen. Sie erschafft damit Erfahrungsräume, die sich mit sozialen und politischen Problemen beschäftigen und generell das Gewissen der Zuschauer anregen. Ellen Mueller wurde in Fargo/Norddakota geboren und lebt zurzeit in Buckhannon. Sie arbeitet als Assistenzprofessorin für Kunst am West Virginia Wesleyan College. Sie erhielt ihren MFA in Studio Art von der University of South Florida und schloss ihren BA in Theatre and Art sowie ihren BS in Design Technology ab. Außerdem erhielt sie Unterricht in Performance am Dell’Arte International und dem Brave New Institute. Im Februar 2016 veröffentlichte sie in Zusammenarbeit mit der Oxford University Press ein Buch über die Grundlagen der Kunst mit dem Titel „Elements and Priciples of 4D Art and Design“.

Die Tanz- und Performancekünstlerin Yingmei Duan realisiert ihre Performances oft zusammen mit Ton, Video und Installationen. Sie sieht dies gern als spontanes soziales Experiment und entwickelt daher oft frei aus dem Stehgreif heraus einzelne Elemente eines zuvor eingegrenzten nicht selten gegensätzlichen Spielraumes. Dennoch ist Detailgenauigkeit ein ganz wichtiges Element der Umsetzung ihrer Themen. Der menschliche Instinkt (zum Beispiel Angst oder Verlangen) hat eine große Bedeutung bei den Inszenierungen und oft werden Konventionen von Gesellschaft im Zusammenhang mit dem menschlichen Verhalten in Frage gestellt. Yingmei Duan wurde 1969 in Heilongjiang in China geboren. Sie gehörte zur chinesischen Avantgarde und lebte in Beijing im legendären Künstlerviertel East Village als Malerin. In Deutschland absolvierte sie ihr Masterstudium an der Hochschule für Kunst in Braunschweig, wo sie heute lebt. Yingmei Duan stellte weltweit ihre äußerst spannenden Performances vor.

Der Saxofonist, Klarinettist und Komponist Mark Weschenfelder bewegt sich vorrangig in den Genres der improvisierten Musik. Er beschäftigt sich mit sozialpsychologischen Rollen, die Musiker einnehmen müssen, wollen und sollen, um in einer demokratischen Entscheidungsfindung gemeinsam zu einem höheren Ganzen zusammenzufinden. Es geht um die Fragen: Wer führt, wer folgt? Gibt es einen Solisten? Wie wird dies kommuniziert? Und was muss ein Dirigent tun, um Musiker zum Improvisieren im ursprünglichen Sinne des Wortes (lat.: improvisus – unerwartet, unvorhergesehen) zu bringen? Mark Weschenfelder wurde 1982 in Thüringen geboren und studierte nach Kultur- und Musikwissenschaft Saxophon und Klarinette an der Musikhochschule Carl Maria von Weber in Dresden, in deren Meisterklasse er aufgenommen wurde. Er lebt heute in Leipzig und ist in zahlreichen Jazzprojekten unterwegs.

Kai Grehn  erhielt 2016 den erstmal vergebenen Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern, der aus einem Stipendium im Künstlerhaus Lukas, einer Publikation im Greifswalder freiraum-verlag und einer Lesereise besteht. Er konnte die Jury „durch Märchenmotive, seinen eigenen Ton und eine dichte, geradezu musikalische Prosa“ überzeugen, welches seine Leser*innen in ein Gefühl des „Aus-der-Welt-gefallen-Seins“ versetze. Glück – die Suche danach, die Versprechungen und Glücksimperative unserer Gegenwart, das Gefühl selbst – zieht sich als thematischer roter Faden durch seinen Text, von dem hier eine Leseprobe abgebildet ist. Kai Grehn wurde 1969 geboren und studierte am Regieinstitut der Berliner Schauspielschule „Ernst Busch“. Vor allem für seine Hörspielarbeiten erlangte er mehrere Auszeichnungen.

Zwei ortsbezogene Romanprojekte verfolgt Heiner Egge. „Die Weltbewohnerin“ widmet sich der Malerin Hedwig Woermann (1879-1960), die als zielstrebige junge Künstlerin die Welt bereiste: Worpswede, Paris, Rom, Buenos Aires, Berlin, Dresden und in Wustrow auf der Halbinsel von Fischland-Darss zuletzt wohnte. Ihr Versuch, sich selbst das Leben zu nehmen, scheitert, sie bleibt auf ihrer „seltsamen Insel“. „Der große Kirr“ erzählt von der Odyssee eines alten Mannes und Wintervogelzählers zusammen mit einem jungen Pärchen, die zeitweise in einem Künstlerheim Unterkunft finden. Heiner Egge ist 1949 in Heide/Holstein geboren, studierte Germanistik und Geschichte in Kiel, Marburg und Freiburg. Als freier Schriftsteller gab er bis 1986 die Literaturzeitschrift „das nachtcafé“ in Stuttgart heraus und kehrte dann zurück in seine Heimat nach Dittmarschen. Er lebt und arbeitet in Östermoor.

Datum:

- leider schon vorbei -


Veranstaltungskategorie:

Ausstellung, Literatur, KunstOffen


Kontakt:

Künstlerhaus Lukas

Dorfstraße 35
18347  Ahrenshoop


Kontakt:

Künstlerhaus Lukas

Dorfstraße 35
18347  Ahrenshoop

+49 (0)38220 6940
post@kuenstlerhaus-lukas.de


Alle Veranstaltungstermine

  • Sonntag, 28.05.2017, 15:00 Uhr
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