• Anne Heinlein - „Zarrentin-Strangen“, Fotografie aus der Serie „Wüstungen“, 2008, © Anne Heinlein
    Anne Heinlein - „Zarrentin-Strangen“, Fotografie aus der Serie „Wüstungen“, 2008
  • Suse Itzel - Videostill aus „Der Teil und das Ganze“ HD-Video, 7:32 min, Farbe, Ton, 2014, © Suse Itzel
    Suse Itzel - Videostill aus „Der Teil und das Ganze“ HD-Video, 7:32 min, Farbe, Ton, 2014

Tag der offenen Tür – geöffnete Ateliers

Im Künstlerhaus Lukas laden die Stipendiat*innen jeweils am letzten Sonntag im Monat zu einem Tag der offenen Tür zu Gesprächen in die Studios und Präsentationsräume herzlich ein.

OFFENE ATELIERS  15 - 17 Uhr
Marie Andersson (Malmö/Schweden) – Fotografie/Installation
Suse Itzel (Hamburg) – Installation
Anne Heinlein (Potsdam) – Fotografie
Jennifer Eckert (Berlin) – Illustration
TANZPERFORMANCE und LESUNG 17 Uhr
David Kummer (Leipzig) – Tanz/Performance
Katja Lange-Müller (Berlin) – Ehrengast – Literatur

Jennifer Eckert bewegt sich im Bereich Buchkunst und völlig freier Untersuchungen dieses Mediums, das den klassischen Buchraum benutzt oder verlässt. Die Werke sind verspielt, durchdacht, hinterfragend, behauptend und nahezu raffiniert in ihren Konstellationen. Das Wort und mögliche Gestaltungs- oder Begegnungsformen werden ideenreich untersucht, präsentiert oder auch mal voneinander gelöst. Marie Andersson ist als Austauschstipendiatin der KKV Grafikwerkstatt Malmö zu Gast. Sie arbeitet vorwiegend mit fotografischen oder grafischen Mitteln. Dabei spielt sie in ihren wie Bilder komponierten Fotografien oder Druckgrafiken mit Licht, Räumen, Strukturen, fotografischen Techniken oder Überschneidungen. Suse Itzel forciert und imitiert in ihren Videoarbeiten Bewegungs- und Zerfallsprozesse. Dabei werden die Gegenstände zu Akteuren und der Raum selbst gerät in Bewegung. Der Mensch bleibt ein Abwesender. Angelehnt an das Prinzip der Marionette werden die Gegenstände mit Fäden für ihre Bewegungen präpariert. Fotografie ist für die Fotografin Anne Heinlein die Verbindung aus Konzept und Wirklichkeit. Ihre Arbeiten haben immer einen dokumentarischen Ansatz, der von ihr künstlerisch umgesetzt wird. In ihrer aktuellen Arbeit Wüstungen zeigt sie leere Naturbühnen geschleifter Dörfer an der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Es sind schwarz-weiße Überwucherungen und Gestrüpp zu sehen. Orte, die bis zu tausend Jahre Wirklichkeit waren. Nichts ist davon übrig. Die DDR-Regierung hat sie dem Erdboden gleich gemacht. In Heinleins Bildern aber entsteht eine neue Wirklichkeit, die sich über die alte Zeit legt. 

Die Schriftstellerin Katja Lange-Müller ist Ehrengast im Bereich Literatur. Sie sei ein Glücksfall für die deutsche Literatur der Gegenwart, weil sie in ihren Büchern literarische Brillanz mit einem umwerfenden Humor verbindet, so die begeisterte Literaturkritik. Als Kind einer führenden DDR-Politikerin flog sie mit 16 Jahren wegen unsozialistischen Verhaltens von der Schule, machte eine Lehre als Schriftsetzerin und arbeitete anschließend als Bildredakteurin bei der Berliner Zeitung. Nach einer einjährigen Tätigkeit als Requisiteurin beim DDR-Fernsehen war sie mehrere Jahre Hilfsschwester auf geschlossenen psychiatrischen Stationen. Ab 1979 studierte sie am Literaturinstitut Johannes R. Becher in Leipzig. 1982 folgten ein einjähriger Studienaufenthalt in der Mongolei mit einer Arbeit in der Teppichfabrik Wilhelm Pieck in Ulan-Bator. Nach der Rückkehr in die DDR war sie 1983 Lektorin im Altberliner Verlag. 1984 reiste sie aus der DDR nach West-Berlin aus. Ihr Werk besteht aus Erzählungen und Romanen, in die auch Erfahrungen aus ihrem bewegten Leben einfließen.  Die Liste ihrer Auszeichnungen ist lang, die 1986 mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis beginnt und zu der zuletzt 2017 der Günter-Grass-Preis zählt. Zuletzt erschienen Böse Schafe und Drehtür (beide Kiepenheuer Witsch, Köln). 

David Kummer ist als Tänzer und Choreograph geprägt vom Interesse an Zwischenräumen, sowohl menschlich als auch räumlich. Er arbeitet ortsspezifisch und hält eine intuitiv - biografische sowie eine somatisch - fließende Begegnung mit den Dingen und den mitwirkenden Menschen für notwendig. Dies beispielsweise in der Kollaboration mit der dänischen Jazzmusikerin Maria Dybbroe. Sie präsentierten im April 2017 Bodies we are, Time we share im Kulturkvarteret in Kristianstad. Diese Arbeit setzt sich mit den Grenzen, Rahmen und Formen der Improvisation auseinander. Oder mit der Physiotherapeutin Hanna Pfützenreuter entwickelte er das Workshop Format somatische Intentionen, das den Körper als eigenständig handelnden Organismus betrachtet

Datum:

- leider schon vorbei -


Veranstaltungskategorie:

Ausstellung


Kontakt:

Künstlerhaus Lukas

Dorfstraße 35
18347  Ahrenshoop


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+49 (0)38220 6940
post@kuenstlerhaus-lukas.de


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  • Sonntag, 29.07.2018, 15:00 Uhr
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