• Alexandra Litaker „watercolor“ performance, 2017, © Alexandra Litaker
    Alexandra Litaker „watercolor“ performance, 2017
  • Regina Nieke „20_O.T.(Entfalten 7)“, Öl auf Leinwand, 150x120cm, 2017, © Regina Nieke
    Regina Nieke „20_O.T.(Entfalten 7)“, Öl auf Leinwand, 150x120cm, 2017
  • Künstlerhaus Lukas, © voigt & kranz UG, Prerow
    Künstlerhaus Lukas

Tag der offenen Tür – geöffnete Ateliers

Das Künstlerhaus Lukas ist ein Ort künstlerischen Arbeitens und internationaler Begegnungen. Es fördert professionelle Künstler*innen in den Sparten Bildende Kunst, Literatur, Tanz und Komposition sowie Kurator*innen durch die Vergabe von Aufenthaltsstipendien. Am letzten Sonntag im Monat sind Besucher herzlich zum Tag der offenen Tür eingeladen.

Sie haben Gelegenheit, mit der aus Island kommenden Performerin und Installationskünstlerin Alexandra Litaker, der Malerin Regina Nieke, dem Tänzer und Choreografen Ludger Orlok sowie der Kuratorin und Fotografin Iwona Knorr ins Gespräch zu kommen. Ab 15 Uhr sind die Ateliers geöffnet und um 17 Uhr laden wir ein zu Lesungen mit den Autorinnen Kerstin Norborg und Berit Glanz.

OFFENE ATELIERS  15 – 17 Uhr
Regina Nieke (Berlin) – Malerei
Alexandra Litaker (Skagaströnd/Island) – Installation
Iwona Knorr (Bonn) – Kuration
Ludger Orlok (Berlin) – Tanz/Performance
LESUNGEN 17 Uhr
Kerstin Norborg (Stockholm/Schweden) – Lyrik
Berit Glanz (Greifswald) – Prosa/Preisträgerin des Literaturpreis M–V 2017

Berit Glanz erhielt 2017 den zum zweiten Mal vergebenen Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern, zu dem ein Arbeitsaufenthalt im Künstlerhaus Lukas gehört. Hier arbeitet sie am Roman „Toboggan“, indem sie Schilderungen der Berliner Start-Up Szene mit kurzen Beschreibungen der expressionistischen Avantgarde der Vorkriegszeit verknüpft. Die 1982 in Preetz geborene und in Greifswald lebende Autorin studierte Theaterwissenschaft und Skandinavistik an der Ludwig-Maximilian-Universität München, den Universitäten in Stockholm und Reykjavík. Nach einem längeren Island-Aufenthalt arbeitet sie seit 2010 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Neue Skandinavische Literaturen der Universität Greifswald. Neben dem Preis der Jury beim Wettbewerb „Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern 2017“ erhielt sie zudem auch den 1. Publikumspreis.

Iwona Knorr erhielt ein zweimonatiges Kuratorinnenstipendium, um das Projekt FUNDUR. Fremd in Island zu konzipieren und im Juni im Neuen Kunsthaus zu eröffnen. Neben ehemaligen Stipendiat*innen, die innerhalb des Stipendienaustauschprogramms des Künstlerhauses Lukas in Skagaströnd im Norden Islands arbeiteten, lud sie weitere künstlerische Positionen ein, um das temporäre Leben auf dieser besonderen Insel zu verdeutlichen. Die Ausstellung würdigt zudem die zehnjährige Zusammenarbeit des Künstlerhauses Lukas mit dem NES Artist Residency Skagaströnd. Die 1963 in Posen/Polen geborene und seit 1982 in Bonn lebende Fotografin, Germanistin und Kuratorin hat zudem einen Master-of-Bussines-Administration. In ihrer Arbeit untersucht sie die Rolle der Umwelt im Verhältnis von Menschen zu sich selbst.

Alexandra Litaker ist eine Künstlerin und Schriftstellerin aus Island und den USA, die das Austauschstipendium der NES Artist Residency Skagaströnd/ Island erhielt. In Performances, derzeit durch Improvisationen mit Papier in der Natur und im Raum, untersucht sie Darstellungen oder Bedeutungen von Verbindung und Harmonie in Bezug auf Trennung und Disharmonie, um dadurch eine Aktivierung der Erinnerung oder ein Verstehen beim Betrachter zu bewirken. Ihr Grundstudium absolvierte sie in englischer Literatur an der Columbia University in New York und in Bildender Kunst an der Kunstakademie Islands in Reykjavík. Tanz- und Performance-Studien führte sie sowohl in Island als auch in New York durch, die sie in mehreren Ländern zeigte. Zahlreiche Stipendien wie den „Icelandic Artist Salary Award“ oder den „Myndstef Award“ für die Teilnahme an Performance-Workshops bei „Movement Research in NYC“ würdigten ihre Arbeit.

Regina Niekes Gemälde fokussieren die menschliche Existenz. Es sind Momentaufnahmen menschlicher Gestalten, isoliert, teilweise nackt, in Situationen von Schmerz, Einsamkeit oder Sehnsucht. Sie basieren einerseits auf Kunstgeschichtlichen Malereien und sind andererseits durch moderne, figurative Bildmaterialien inspiriert. Die 1979 in Stuttgart geborene und in Berlin lebende Malerin studierte nach dem Studium der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und einem Designstudium bei Vivienne Westwood Malerei bis zur Meisterklasse an der Unviversität der Künste Berlin. Als Auszeichnung erhielt sie u.a. 2017 den Kunstpreis der AOK-Gesundheitskasse Nordost, in dessen Rahmen sie den Arbeitsaufenthalt im Künstlerhaus Lukas bekam.

Kerstin Norborg beschreibt starke Entschlossenheit in einer Kombination mit großer Empfindlichkeit durch alle Zweifel hindurch als die treibende Kraft ihres Schreibens. Historische Stoffe oder Gemälde wie im Roman „Marie-Louise“ oder Menschen aus ihrer Nähe wie im Roman „Das Haus des Vaters“ vermischt sie fiktiv mit dem eigenen Erlebten. Die 1961 in Lund geborene und in Stockholm lebende Autorin debütierte 1994 mit der Gedichtsammlung „Vakenland“ und hat seitdem Gedichte, Kurzgeschichten und Romane geschrieben. Der Debütroman „Min faders hus“ (2001, Norstedt) war ein großer Kritiker- und Lesererfolg, wurde für den August-Preis nominiert und erhielt den Schwedischen Radiopreis. Ihr letzter Roman „Marie-Louise“ erschien 2015. Im Künstlerhaus Lukas ist sie zu Gast als Austauschstipendiatin des Ostseezentrums für Schriftsteller*innen und Übersetzer*innen im schwedischen Visby auf der Insel Gotland.

Ludger Orlok ist Ehrengast im Bereich Tanz/Performance im Künstlerhaus Lukas. Als Künstlerischer Leiter für das Programm der Tanzfabrik Berlin fördert er seit 2008 Tänzer*innen und Choreograf*innen, deren internationale Vernetzung und berät diese in deren Projektentwicklungen und ihre Durchführung. Der 1965 in Duisburg geborene und in Berlin lebende Choregraf hat ein1. Staatsexamen für Humanmedizin und absolvierte Ausbildungen zum Tänzer und Choreograf, für Psychologie und Kulturmanagement. Er arbeitete u.a. mit Peter Zadek am Staatstheater Nürnberg, bei den Salzburger Festspielen sowie in der freien Szene in mehreren Ländern. Seit 2000 ist er Projektleiter, seit 2007 Vorstandsmitglied, seit 2008 künstlerischer Geschäftsführer bei der Tanzfabrik Berlin und berät internationale Projekte.

Datum:

- leider schon vorbei -


Veranstaltungskategorie:

Ausstellung


Kontakt:

Künstlerhaus Lukas

Dorfstraße 35
18347  Ahrenshoop


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+49 (0)38220 6940
post@kuenstlerhaus-lukas.de


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  • Sonntag, 27.05.2018, 15:00 Uhr
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