• Die St. Georgenkirche, einst Gotteshaus der Handwerker und Gewerbetreibenden, ist vom umbauten Raum, von der Baumasse und also vom Platzangebot, die größte Kirche Wismars, nicht die höchste. Ihr Turmstumpf lugte aus dem mächtigen Unterbau hervor, der die Absicht einer alles überragenden optischen Dominante erahnen lässt. Geldmangel war es, der das Vorhaben auf ein Rudiment bescheidet. St. Georgen ist eine typische Kreuzkirche: Langschiff, Seitenschiffe, mächtiges Querschiff. Während bei den erwähnten Kathedralen St. Marien und St. Nikolai die Mittelschiffe durch Strebebögen statisch umlaufend abgefangen werden, finden wir hier diese Bauelemente nur am östlichen Langhaus. Das Mittelschiff wird durch die hohen, flankierenden Seitenschiffe gestützt. Eine Inschrift am Fundament belegt den Baubeginn des Turmes um 1404, wobei dagegen Urkunden aus dem Jahre 1295 auf den Baubeginn der Kirche schließen lassen. Plastische Glasurbänder mit Greifen, Dämonen und Drachenmotiven schmücken die Außenwandungen. Genau wie die Marienkirche war auch St. Georgen durch Luftminen im April 1945 stark beschädigt worden. Wiederaufbauaktivitäten konnten nicht durchgeführt werden und die Ruine verfiel zunehmend. Nach dem katastrophalen Absturz des Nordgiebels im Januar 1990, verursacht durch einen Orkan, begann der Wiederaufbau dieser kulturhistorisch bedeutenden Kirche, der vorwiegend aus Spendenmitteln der Deutschen Stiftung Denkmalschutz finanziert wird. Das Ziel, St. Georgen in seinem Erscheinungsbild von 1945 wieder herzustellen, soll bis zum Jahre 2010 erreicht werden., © Grundner und Presse HWI
    Die St. Georgenkirche, einst Gotteshaus der Handwerker und Gewerbetreibenden, ist vom umbauten Raum, von der Baumasse und also vom Platzangebot, die größte Kirche Wismars, nicht die höchste. Ihr Turmstumpf lugte aus dem mächtigen Unterbau hervor, der die Absicht einer alles überragenden optischen Dominante erahnen lässt. Geldmangel war es, der das Vorhaben auf ein Rudiment bescheidet. St. Georgen ist eine typische Kreuzkirche: Langschiff, Seitenschiffe, mächtiges Querschiff. Während bei den erwähnten Kathedralen St. Marien und St. Nikolai die Mittelschiffe durch Strebebögen statisch umlaufend abgefangen werden, finden wir hier diese Bauelemente nur am östlichen Langhaus. Das Mittelschiff wird durch die hohen, flankierenden Seitenschiffe gestützt. Eine Inschrift am Fundament belegt den Baubeginn des Turmes um 1404, wobei dagegen Urkunden aus dem Jahre 1295 auf den Baubeginn der Kirche schließen lassen. Plastische Glasurbänder mit Greifen, Dämonen und Drachenmotiven schmücken die Außenwandungen. Genau wie die Marienkirche war auch St. Georgen durch Luftminen im April 1945 stark beschädigt worden. Wiederaufbauaktivitäten konnten nicht durchgeführt werden und die Ruine verfiel zunehmend. Nach dem katastrophalen Absturz des Nordgiebels im Januar 1990, verursacht durch einen Orkan, begann der Wiederaufbau dieser kulturhistorisch bedeutenden Kirche, der vorwiegend aus Spendenmitteln der Deutschen Stiftung Denkmalschutz finanziert wird. Das Ziel, St. Georgen in seinem Erscheinungsbild von 1945 wieder herzustellen, soll bis zum Jahre 2010 erreicht werden.

Tag des offenen Denkmals

Motto: "Sein & Schein - in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege"

Hinter Denkmalfassaden verbergen sich faszinierende Geschichten das erleben alljährlich Millionen Besucher beim Tag des offenen Denkmals, den die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) bundesweit koordiniert. Auch 2021 laden Denkmaleigentümer und haupt- und ehrenamtliche Denkmalpfleger am 12. September interessierte Besucher in ihre Denkmale ein. Das Motto Sein und Schein in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege rückt die Handwerkskunst der Illusion in den Mittelpunkt. Zur alltäglichen Erfahrung im 21. Jahrhundert gehören retuschierte Bilder, die Wirklichkeit und Täuschung fast ununterscheidbar machen. Dabei ist der gekonnte Einsatz des Scheins nicht neu. Im Barock wurden Decken, Fenster und Fassaden vorgetäuscht, in der Antike erfreuten sich die Menschen an der Illusion in der Malerei. Ob Blendfassade, Quaderputz oder Rustizierung illusionistische Techniken sind keine moderne Erscheinung. Sie aufzuspüren, vorzuführen und zu erläutern ist ein Aufgabenfeld am Tag des offenen Denkmals 2021. Im Fokus steht die Frage, was Rekonstruktion und pure Fassadenerhaltung mit der Denkmalpflege zu tun haben. Im Gegenzug entgehen unscheinbare Denkmale häufig der echten Aufmerksamkeit des Betrachters. Denkmale sind vieles: Wissensspeicher, Geschichtenerzähler, Hingucker, Wohn- oder Lernort. Menschen wohnen oder arbeiten darin, Handwerk wird an ihnen erlernt, angewendet und weitergegeben. Sie zu erhalten und zu bewahren, macht Denkmalpflege zu einem gesellschaftsrelevanten Engagement. Vorausgesetzt: ihre Substanz wird gepflegt und nicht bloß ihr äußeres Erscheinungsbild. Weitere Informationen finden Sie unter https://www.tag-des-offenen-denkmals.de/

Datum:

am So, 12.09.2021


Veranstaltungskategorie:

Führungen & Touren


Kontakt:

Hansestadt Wismar

23966  Wismar


Kontakt:

Abt. Sanierung und Denkmalschutz

Kopenhagener Straße 1
23966  Wismar

03841 251-6030
bauamt@wismar.de


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