• Versuchsanordnung zur mikrobiellen Besiedlung von Mikroplastik in natürlicher Umgebung (Warnow), © J. Kurth/IOW
    Versuchsanordnung zur mikrobiellen Besiedlung von Mikroplastik in natürlicher Umgebung (Warnow)

Welche Rolle spielt Mikroplastik in der Warnow?

Vortragsreihe "Warnemünder Abende" des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung Warnemünde: Der Mikrobiologe Dr. Matthias Labrenz präsentiert neueste Forschungsergebnisse zur Belastung der Ostsee mit Mikroplastik und beleuchtet mögliche Auswirkungen.

Die weltweite Produktion von Kunststoffen ist von 1,5 Mio. Tonnen im Jahr 1950 auf 245 Mio. in 2008 angestiegen. Dies hat zu einer erheblichen Verunreinigung der Weltmeere mit größeren Plastikfragmenten und Mikroplastikpartikeln geführt. Mikroplastik stammt aus zerkleinertem Makroplastik, ist aber auch Bestandteil von Haushaltschemikalien und gelangt z. B. über Abwasser in unsere Gewässer. Die Organismen im Meer – angefangen von winzigen Ruderfußkrebsen bis hin zu Fischen – nehmen die Partikel mit ihrer Nahrung auf. Einige scheiden Mikroplastik ohne sichtbare Schäden wieder aus, bei anderen kann eine heftige Immunantwort ausgelöst werden. Studien belegen, dass Mikroplastik häufig stark mit Schadstoffen, z. B. DDT, angereichert ist. Mögliche gesundheitliche Folgen sind zurzeit noch nicht abschätzbar, aber sehr wahrscheinlich.
Am IOW wird seit zwei Jahren die Rolle von Mikroplastik als Träger von Mikroorganismen im Ökosystem Ostsee untersucht. Der Mikrobiologe Dr. Matthias Labrenz wird in seinem Vortag Erkenntnisse zur Bedeutung von Mikroplastik für die Warnow bzw. Ostsee präsentieren und wenn möglich bewerten.

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Veranstaltungskategorie:

Vortrag & Wissenschaft, Natur


Kontakt:

Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

Seestraße 15
18119  Rostock


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  • Donnerstag, 01.09.2016, 18:30 Uhr
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