• Opa und Enkel Rudolph an der Ostsee, © TMV/Rudolph
    Opa und Enkel Rudolph an der Ostsee
  • Strandpromenade in Basin auf der Insel Usedom, © TMV/Rudolph
    Strandpromenade in Basin auf der Insel Usedom
  • Stürmische See - Strand mit der Seebrücke in Bansin auf der Insel Usedom, © TMV/Rudolph
    Stürmische See - Strand mit der Seebrücke in Bansin auf der Insel Usedom
  • An der Kreideküste auf der Insel Rügen, © TMV/Rudolph
    An der Kreideküste auf der Insel Rügen

Die Ostseeinseln Rügen und Usedom im Familien-Test

"Wenn man mit Kindern reist, muss man genügend Zeit für das Spielen einplanen", haben Roswitha und Horst Rudolph aus Schmalkalden in Thüringen festgestellt. Sie hatten Gelegenheit mit ihrer Enkelin Hannah auf Usedom und Rügen familienfreundlich zertifizierte Urlaubsquartiere zu testen.

Unser Zuhause ist in Thüringen, genauer gesagt zwischen Rennsteig und Rhön im Werratal. Hier verbringen wir sehr viel Zeit mit unserer kleinen Enkelin Hannah (3 Jahre). Umso mehr freuten wir uns auf den gemeinsamen Testfamilienurlaub Anfang Oktober 2016. Unser erster Stopp führte uns 4 Tage auf die Insel Usedom, im Anschluss ging es für uns weiter nach Rügen.

Travel Charme Strandhotel Bansin

Im Hotel angekommen, wurden wir sehr freundlich von einer Mitarbeiterin an der Rezeption in Empfang genommen - mit Getränk und persönlicher Begrüßung unserer Enkelin. Dabei erhielt sie einen sehr nett, an sie persönlich geschriebenen und hübsch zusammengefalteten Brief vom Käpt`n Sharky sowie ein Schlüsselband mit einer eingeschweißten Karte, wo ihr Name und die Aufenthaltsdauer verzeichnet war, überreicht.

Nach Ausladung des Gepäcks wurden wir persönlich von der Mitarbeiterin zu unserem Zimmer gebracht. Unterwegs erklärte sie uns, wo sich der Speiseraum und die anderen Räume (besonders die für die Kinder) befinden. Wir staunten über das tolle Familienzimmer, welches reichlich Platz bot und aus zwei Räumen bestand. Ein Schlafzimmer mit Kinderbett für Hannah und ein sehr schönes Wohnzimmer, wo es genug Platz zum Spielen und Sitzen gab. Allein das Bad hätte etwas größer sein können, wenn man sich darin mit einem kleinen Kind aufhielt. Dennoch wir waren sehr zufrieden und der Ausblick auf die Ostsee war grandios. Besonderes Augenmerk legte unsere Enkelin auf die Ausstattung der sanitären Anlagen. Sie begrüßte es, dass sie einen Kindertoilettensitz und einen Trittschemel vorfand, damit sie sich selbstständig behelfen konnte und nicht von der Oma hochgehoben werden musste.

Im Foyer des Empfangsbereichs gab es für die Kinder eine Spielecke, wo man auch gemeinsam Fernsehen oder Video schauen konnte. Für die Erwachsenen hatte man ein offenes Kaminzimmer gleich daneben, als gemütliche Leseecke eingerichtet. Da konnte man sich auch aus den Regalen Bücher oder Spiele entnehmen. Zum Herumtoben, Klettern und Spielen nutzten wir die frei zugänglichen Spielräume in der Kelleretage, nahe beim Kinderclub. Im Hotel wurde die ganze Woche ein betreuter Kinderclub Käpt`n Sharky angeboten, die meisten der Angebote des Kinderclubs können jedoch erst für Kinder ab 6 Jahren genutzt werden. Am 2. Tag ging die Kleine für ½ Stunde in den Kinderclub zum Spielen und am 3. Tag für 1 Stunde, weil da Kinderschminken angesagt war. Ihr hat es sehr gut gefallen und die Betreuerinnen waren sehr nett. Einen Flyer mit den Angaben „Deine Woche im Kinderclub“ bekamen die Kinder als Post auf das Zimmer. Ganz toll fand Hannah das Kinderrestaurant. Da gab es extra für Kinder gedeckte Tische mit tollen Tischsets, Servietten und für die Kleinen auch große Papierlätzchen zum Umhängen. Kindergeschirr, Kinderbesteck und ein Büfett extra für die Kinder rundeten das Ganze ab.

Wir genossen den Aufenthalt im Hotel, am Strand und die langen Spaziergänge auf der Uferpromenade. Dafür konnten wir uns einen gelände- und strandtauglichen Kinderwagen kostenfrei ausleihen. Insgesamt gesehen tat uns der Aufenthalt sehr gut, stärkte unser Wohlbefinden und die Gesundheit der Enkelin. Leider hieß es am 4. Tag sich von Bansin verabschieden und fertigmachen zur Weiterreise auf die Insel Rügen.

Alte Gutsanlage Mölschow – Usedom Aktiv

Einen Zwischenstopp legten wir unterwegs in Mölschow ein, wo wir die alte Gutsanlage begutachten durften. Die Außenanlagen bieten Spiel- und Sportmöglichkeiten, die Kulturscheune Möglichkeiten zum Klettern, Tischtennisspielen an und in der Remise gab es eine Modelleisenbahnanlage und Carrera-Rrennbahn zu betrachten. In den Kreativwerkstätten konnte man Sperrholzfiguren anmalen, filzen, Körbe flechten und an Kursen teilnehmen. Interessant fanden wir, und teilweise auch die Enkelin, die Ausstellung über die Seefahrt und das Badewesen der Insel. Die kreativen Angebote waren allerdings für kleinere Kinder nicht so interessant und geeignet. Empfehlenswert ist der Besuch ab ca. 5/6 Jahren oder auch für Schulklassen und für Kurse.

Aquamaris Strandresidenz Rügen

Wir wurden freundlich begrüßt, vermissten aber die Begrüßung der Enkelin. Nach einer kurzen Einführung zur Hotelanlage, den Örtlichkeiten und Parkmöglichkeiten sowie Aushändigung eines Infoblattes für das Wochenangebot der verschiedenen Aktivitäten und dem Lageplan der Hotelanlage, gingen wir auf die Suche nach unserem Quartier.

Die Hotelanlage besteht aus einem großen Haupthaus, in denen verschiedene Restaurants und Tagungsräume untergebracht sind. Auch der Piratenclub und das Spielzimmer mit dem Piratenschiff ist in der 3. Etage zu finden. An das Hauptgebäude angeschlossen ist das Schwimmbad und der Bereich für Wellness-Angebote. Ebenso gibt es eine Einkaufsmöglichkeit. Etwas irreführend ist die Hotelanlage Aquamaris in Juliusruh im Urlaubsprospekt beschrieben. Wir erwarteten ein Hotelzimmer, kein Zimmer in einer Ferienparkanlage. Laut Prospekt: 4 Sterne Hotelanlage mit Hotelzimmern, Suiten, Penthouse und Ferienwohnungen etc. ... Da waren wir in unseren Erwartungen etwas enttäuscht.

Nach einem Strandspaziergang spielten wir im Spielzimmer der Anlage auf dem Piratenschiff. Der Spielraum ist für die Kinder frei zugänglich und befindet sich im Haupthaus. Allerdings mussten wir erst nachfragen, wo die Spielräume sich befinden. Er bietet vor allem kleineren und etwas größeren Kindern sich aktiv zu betätigen und auszutoben. (Elternaufsicht). Uns fiel jedoch auf, dass die Holzplanken des Schiffes wo die Kinder laufen (vor allem auch die Treppenstufen) sehr glatt sind. Trotz Stoppersocken oder barfuß rutschte sie ein paarmal aus. Ihr gefiel aber das Schiff sehr gut. Auch die Abwärts-Rutsche mit Landung im Bällebad mochte sie gern. Allerdings vermissten wir Bücher oder Gesellschaftsspiele.

Anschließend ging es zum Abendessen. Das gefiel Hannah sehr gut, besonders weil sie so oft zum Buffet gehen konnte wie sie wollte und Eis und Dessert zum Nachtisch gab es auch nicht nur einmal. Leider haben wir erst am letzten Abend die Kinderecke im Halbpension-Restaurant „Strandperle“ entdeckt. Hier gab es auch Obst, Kinderbesteck und Malhefte für die Kinder. Hannah vermisste das Kinderbesteck und auch Servietten für Kinder, ansonsten war sie sehr zufrieden. Ein Hinweis von Seiten des Servicepersonals bei der Getränke-Bedienung erhielten wir hierfür leider nicht. Beim Betreten und Verlassen zeigte sich das Personal am Eingang zum Restaurant sehr freundlich.

Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL

Im Besucher- Zentrum angekommen, wurden wir sowohl am Kassenhäuschen als auch im Gebäude selbst freundlich begrüßt. Uns wurde erklärt, was uns in den Ausstellungsräumen erwartet. Dann konnten wir uns eine von 5 Zeitreisen auswählen, auf die wir uns während des Rundgangs begeben wollten. Wir staunten, wie toll alles Wissenswerte über die Insel und die Kreidezeit aufbereitet und dargeboten wurde. Faszinierend betrachtete und betastete Hannah den Eisberg, staunte über die tollen Dinge, die sie sah, anfassen und ausprobieren konnte. Sie lauschte den lustigen Geschichten, die extra für Kinder auf der Abenteuerreise mittels der Kopfhörer angeboten wurden. Dafür gab es in den Räumen extra Stell- oder Sitzpunkte für Kinder. Auch wir erfuhren so manches Neue und erinnerten uns auch an Wissen aus der Schulzeit. Die Außenanlagen des National-Parkzentrums KÖNIGSSTUHL luden zum Sitzen und ausruhen ein. Es gibt viele Spielmöglichkeiten und Freiräume für die Kinder. Den Fußweg zum Plateau des Kreidefelsens lief unsere Enkelin, obwohl sie sonst gerne noch getragen werden möchte. Wir genossen die Aussicht auf das Meer und die Felsen und erklärten ihr auch alles.

Fazit und Resümee

Voller Neugier und Erwartungen reisten wir gen Ostsee und wurden größtenteils nicht enttäuscht. Durch unsere Informationen, die wir uns vorab durch Internet und Zusendung von Prospekten beschafft hatten, konnten wir uns ein Bild von den Örtlichkeiten der ausgewählten Urlaubsregion und Hotels machen. Wir hatten uns über Ausflugsmöglichkeiten und Aktivitätsangebote kundig gemacht, hätten auch gerne das eine oder andere besucht, aber aus Zeitmangel mussten wir gut planen. Auch sollte der Aufenthalt am Strand und der Luft nicht zu kurz kommen. Wenn man mit Kindern reist, muss man auch genügend Zeit für das Spielen im Freien und auch im Zimmer einplanen.

Die Urlaubsregion Mecklenburg-Vorpommern bietet den Kindern sehr viele Spielmöglichkeiten, Abenteuerspielplätze und andere Aktivitäten, die die Kinder sehr gut ansprechen und nur wenig Wünsche offen lassen. Die Kinder waren stets willkommen und wurden freundlich behandelt, auch wenn sie mal etwas lauter waren. Jede der acht wunderschönen Urlaubsregionen in Mecklenburg-Vorpommern hat ihren eigenen Charme und ihre eigenen Reize und warten darauf entdeckt zu werden. Da wir voraussichtlich noch öfter mit unserer Enkelin Urlaub machen dürfen, werden wir auch weiterhin nach dem Zertifikat Familienurlaub MV – Geprüfte Qualität „kinderfreundliche Urlaubsquartiere“ Ausschau halten und danach planen.

Familie Rudolph aus Thüringen

Newsletter abonnieren » like uns auf