• Kunstvolles Ensemble: das Ozeaneum in Stralsund, © Johannes-Maria Schlorke
    Kunstvolles Ensemble: das Ozeaneum in Stralsund
  • Klassische Klänge in heiligen Hallen - Die bis ins Jahr 2010 aufwendig restaurierte St.-Georgen-Kirche in der Hansestadt Wismar ist imposantes Gotteshaus und Konzertkulisse zugleich, © TMV/Legrand
    Klassische Klänge in heiligen Hallen - Die bis ins Jahr 2010 aufwendig restaurierte St.-Georgen-Kirche in der Hansestadt Wismar ist imposantes Gotteshaus und Konzertkulisse zugleich
  • Romantischer Abendspaziergang über den Marktplatz in der Hansestadt Wismar, © TMV/Grundner
    Romantischer Abendspaziergang über den Marktplatz in der Hansestadt Wismar

48 Stunden in Stralsund und Wismar

Zwei Tage, zwei Städte

Hetzen muss sich dabei niemand, denn hier liegt alles dicht beieinander. Unser Autor berichtet von seinem ereignisreichen und magischen Kurztrip in die beiden Hansestädte.

Tatort Wismar: An buchstäblich jeder Ecke der historischen Innenstadt hat es schon einmal gekracht, wurde gedroht oder auch gedroschen. Nur fiktiv natürlich. Denn seitdem die Hansestadt Schauplatz der ZDF-Reihe »SOKO Wismar« ist, gehen mitten im Weltkulturerbe Straftaten und andere Verwicklungen in Serie.

Als wir in der Hansestadt Wismar ankamen, wussten wir davon noch nichts. Aber wir hatten schnell dieses ganz spezielle Gefühl, als ob man eine alte Bekannte trifft: ein bisschen neu und aufregend, dabei aber sehr vertraut. Gleiches gilt übrigens auch für Stralsund, unsere zweite Station. Um eines vorwegzunehmen: Selbstverständlich kann man in den einst so mächtigen Handelsmetropolen weit mehr als 48 Stunden verbringen. So viel Geschichte und Geschichten gibt es zu entdecken.

Während der »SOKO«-Führung in Wismar stellte sich heraus, dass die Stadt längst einen festen Platz in der Filmbranche hat: 1921 drehte Friedrich Wilhelm Murnau hier seinen Klassiker »Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens«. Als wir durch die verschwiegenen Gassen schlenderten, spürten wir die Magie des mittelalterlich-hanseatischen Flairs, das auch die Filmemacher inspirierte. Mit filmreifer Kulisse umgibt sich auch der Hafen, wo es nach Tang und Teer riecht, nach frischem Rauch und gebratenem Fisch.

Wer die Ostseeküste besucht, kommt an der Backsteingotik nicht vorbei. Großartige Landmarken wie das 1171 gegründet Doberaner Münster sind an sich schon eine Reise wert, und auch in Rostock und Greifswald ragen mittelalterliche Wolkenkratzer heraus. Nirgends aber ist das Mittelalter so lebendig wie in Wismar und Stralsund, nirgends sonst blieb der Grundriss so unverfälscht erhalten. St. Georgen und St. Marien in Wismar, Nikolaikirche und Katharinenkloster in Stralsund – das sind mittelalterliche Meisterleistungen, zu denen wir immer wieder ehrfürchtig aufschauen. Uns jedenfalls wundert es nicht, dass die UNESCO-Jury beide Altstädte in das Weltkulturerbe aufnahm.

Stadt- und Weltenbummler freuen sich darüber, dass hinter den schmucken Giebeln der stolzen Bürgerhäuser heute Kaffee, Kuchen und regionale Köstlichkeiten serviert werden. Früher wurde hinter fast jeder Tür auch Bier gebraut. Allein Wismar verschiffte im Mittelalter bis zu sechs Millionen Liter pro Jahr. Die große Brautradition pflegt die Störtebeker Braumanufaktur mit ihrer "Welt der Brauspezialitäten".

Vorzugsweise steht in beiden Hansestädten natürlich Fisch auf den Speisekarten. Ambitionierte Gastronomen haben zudem längst einen Sport daraus gemacht, heimische Eigenarten mit der Küche der weiten Welt zu kombinieren. Was für ein Glück für Genießer. Denn all die fremd-vertrauten Spezialitäten geben einem dieses heimelige Gefühl – das Gefühl angekommen zu sein.

Weitere Zutaten für ein perfektes Genießer-Wochenende unter:

www.wismar.de/tourismus
www.stralsund-tourismus.de

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