Die Gruppenausstellung vereint Videoinstallationen, Skulpturen, Fotografien und Fotogramme von Keta Gavasheli, Danae Io, Chantal Kaufmann und Jonida Laçi.
Ausgehend von der Beziehung zwischen Körper, Raum, Sprache und Objekt entwickeln die Künstlerinnen medienübergreifende Arbeitsweisen, die Wahrnehmungsgewohnheiten und darin eingeschriebene Machtverhältnisse sichtbar machen und verschieben. Dabei thematisieren sie Technologie als Erweiterung des Körpers und der Wahrnehmung – von filmischer Kameraführung über fotografische Bildgebungsverfahren bis hin zu optischen Apparaten – und reflektieren, wie Bilder historisch und gegenwärtig produziert, gerahmt und gelesen werden. Der Ausstellungstitel, basierend auf einem Zitat der Autorin Quinn Latimer, verdeutlicht in diesem Zusammenhang die Rolle eigener Aufzeichnungen und medialer Instrumente – Kameras, Monitore und Projektionen – als Übersetzung und Interpretation der gebauten Umwelt. Der Text, aus dem das Zitat entnommen ist, nimmt dabei das erste dokumentierte fotografische Bild, View from the Window at Le Gras (1826) von Nicéphore Niépce, zum Ausgangspunkt. In ineinandergreifenden Prozessen entstehen Bilder, die in narrative Strukturen eintreten, sich aber stellenweise auch ihrer Auflösung widersetzen. Sie verschieben sich entlang von Strukturen der Wiederholung und bewegen sich in Schleifen wie die Erinnerung selbst, in denen Bedeutung fortwährend neu konfiguriert wird.



