Kammeroper von Gavin Bryars
Vor 100 Jahren wurde Marilyn Monroe als Norma Jeane Mortenson in Los Angeles geboren und avancierte in den 50er Jahren zu einem der größten weiblichen Filmstars Hollywoods. Mit nur 36 Jahren stirbt sie 1962 an einer Überdosis Beruhigungsmittel. Ausgehend von diesem mysteriösen Tod entfaltet sich in Gavin Bryars Kammeroper (Uraufführung 2013) Marilyns Leben in Form von Rückblenden. Wie bei einem Blick durch die Linse einer Kamera geraten Schlüsselmomente und Begegnungen in den Fokus, die ihre Gefühle und Gedanken prägten. Offenbar werden die Seelenzustände einer Frau auf der Suche nach Selbstwert und Identität in der auf männlichen Machtstrukturen basierenden Welt des Showbusiness. Was wie ein Krimi beginnt, entwickelt sich zu einem atmosphärisch dichten Musiktheater. Für den an alte Filme erinnernden Sound sorgen ein Jazztrio, der Opernchor sowie ein Kammerensemble der Neubrandenburger Philharmonie.
Mit „Marilyn Forever“ widmet sich Laura Scherwitzl erneut einer schillernden Frauenfigur und schlüpft dabei selbst in die Rolle dieser Ikone der Filmgeschichte, während Robert Merwald gleich mehrere Männer in Marilyns Leben verkörpert.



