Gunnar Decker liest zum 150.Geburtstag 2025 und 100.Todestages 2026 des größten Dichters der frühen Moderne. Rainer Maria Rilke ist auch nach über hundert Jahren ein Welteröffner. Er verführt seine Leser zur existenziellen Selbstbefragung und fordert Entschlüsse: »Du musst dein Leben ändern.«
Rainer Maria Rilke ist auch nach über hundert Jahren ein Welteröffner. Er verführt seine Leser zur existenziellen Selbstbefragung und fordert Entschlüsse: »Du musst dein Leben ändern.« Seine Dichtung, das stellt Gunnar Decker heraus, war immer auch eine Reaktion auf die Krisen der Gegenwart, der Versuch, sich eine Gegenwelt zu erschreiben, die für ihn lebenswerter war als jene, die er vorfand.
In seiner Biographie widmet sich Decker auch eingehend Rilkes schwierigem Verhältnis zu seiner Mutter Phia, dem Nicht-Verhältnis zu seiner lebenslangen Ehefrau Clara und zur Tochter Ruth. Er beschreibt seinen Kampf gegen den körperlichen Verfall, der einen Schlüssel zum Verständnis des Werkes bietet, und deutet seinen Entschluss nach dem Ersten Weltkrieg, kein deutscher Dichter mehr sein zu wollen. Ein neuer, überraschender Blick auf eine der schillerndsten Dichterfiguren.
Gunnar Decker, wurde 1965 in Kühlungsborn geboren und wuchs in Bad Doberan auf. Studium der Philosophie an der Berliner Humboldt-Universität. Lebt als Autor und Journalist in Berlin. Gunnar Decker veröffentlichte vielfach gelobte Biographien u.a. über Franz Fühmann, Hermann Hesse, Franz von Assisi und Ernst Barlach. 2016 wurde er mit dem von der Berliner Akademie der Künste verliehenen Heinrich-Mann-Preis ausgezeichnet.
Der Literaturverein lädt herzlich zur Lesung mit dem Autor Gunnar Decker ins Ehm Welk-Haus ein.



