Ausstellung des Kreisarchivs Landkreis Rostock
Ab dem 10. November ist in der Kreisverwaltung in Güstrow die Ausstellung „Über:Leben – Jüdische Geschichte im Landkreis Rostock 1750 – 1945“ zu sehen. Interessierte sind herzlich eingeladen, sich mit der wechselvollen Geschichte jüdischen Lebens in der Region auseinanderzusetzen. Die von Diana Paschmann und Dr. Anselm Pell erarbeitete Ausstellung läuft bis zum 7. Januar 2027.
Die Ausstellung gibt einen Einblick in 200 Jahre jüdisches Leben im Gebiet des Landkreises Rostock – von der Entstehung kleiner jüdischer Gemeinden über deren Rückgang infolge wirtschaftlicher Veränderungen im 19. Jahrhundert bis zu den zunehmenden Repressalien ab dem 20. Jahrhundert. Mit der massenhaften Vernichtung der verbliebenen jüdischen Einwohnerinnen und Einwohner durch die Nationalsozialisten kam das jüdische Leben im Landkreis bis 1945 zum Erliegen. Anhand von Archivalien aus dem Kreisarchiv wird die spannungsreiche Geschichte der jüdischen Bevölkerung in der bäuerlich-kleinstädtischen Umgebung von Rostock zwischen Neubeginn und Vertreibung sowie Außenseiterposition und Integration nachgezeichnet. Die Ausstellung ist vom 10. November 2026 bis zum bis 7. Januar 2027 jeweils zu den Öffnungszeiten der Kreisverwaltung in Güstrow zu sehen.
Zur Eröffnung am 9. November um 17 Uhr wird Dr. Anselm Pell in die Ausstellung einführen. Das Grußwort spricht Stephan Meyer, 1. Stellvertreter des Landrates des Landkreises Rostock. Die Preisträger des Wettbewerbes für verfemte Musik 2026, Lora Vangelova (Gesang) und Antonio Cicala (Piano), begleiten die Ausstellungseröffnung musikalisch.



