7.000 Quadratmeter voller Brennnessel, Giersch, Spitzwegerich und längst vergessener Heilkräuter: Im Gutshaus Ramin in Vorpommern wartet ein ökologisches Wildkräuter-Eldorado – zum Staunen, Lernen und Entdecken.
Wer denkt, Unkraut sei wertlos, hat noch keinen Schritt in den Park des Gutshauses Ramin gesetzt. Auf 7.000 Quadratmetern wächst hier, was Vorpommerns Boden hergibt – frei von Pestiziden, naturbelassen, von Hand gesammelt: Brennnessel, Löwenzahn und Melisse neben Sauerampfer, Giersch und Spitzwegerich. Kräuter, die irgendwann in Vergessenheit gerieten und hier still auf ihre Wiederentdeckung warten.
Das Gutshaus Ramin hat sich ganz dem Wissen um diese Pflanzen verschrieben. In der hauseigenen Kräuterwerkstatt werden die Wildkräuter behutsam getrocknet und in Handarbeit zu Mischungen verarbeitet – nach Rezepturen, die das Team kontinuierlich verfeinert. Alle Produkte stammen zu 100 Prozent aus ökologischem Anbau, direkt aus dem eigenen Garten.
Doch das Gutshaus ist mehr als ein Produktionsbetrieb: Es ist eine Begegnungsstätte, die einlädt, selbst aktiv zu werden. Wildkräuterwanderungen führen durch den Park und erklären, was wächst und warum. Die Wildkräuter-Kinderakademie macht die Jüngsten zu kleinen Kräuterkenner*innen. Workshops zu Naturkosmetik, essbaren Wildpflanzen oder traditioneller Ernährung zeigen, wie viel in diesem Garten steckt – und wie viel davon noch zu entdecken ist.
Ramin liegt in Vorpommern, nahe der polnischen Grenze, in einer Landschaft, die es nicht eilig hat. Wer hierherkommt, verlangsamt sich – und hört dabei das Rascheln des Gartens ein bisschen genauer.










