Ausstellung mit Arbeiten des Leipziger Künstlers Adrian Mudder (* 1986 in Delmenhorst).
Eröffnung: 26.04.2026 um 17 Uhr
Der Künstler ist anwesend.
Einführung: Andrea Hildebrandt I Bildende Künstlerin I Kunsthistorikerin I Leiterin der Galerie
Der Leipziger Künstler Adrian Mudder (* 1986 in Delmenhorst) zeigt in seiner aktuellen Ausstellung in der Galerie im Kloster fast ausschliesslich Arbeiten nächtlicher Szenerien.
Adrian Mudder entwickelt seine Motive oft aus alltäglichen Beobachtungen. Grundlage für die Malerei auf Leinwand bilden Skizzen aus klassischem Skizzenbuch, sowie Smartphonezeichnungen, die der Künstler unterwegs anfertigt und im Atelier in ganz eigener Formensprache zu klein- und großformatigen Arbeiten in Öl auf Leinwand transformiert. Der Künstler nutzt häufig Unschärfen und setzt den dunklen Tönen der Nacht kräftig leuchtende Farben entgegen.
Eng verbunden mit der künstlerischen Arbeit ist für Adrian Mudder die Reflexion des Lebens und das eigene Lebensgefühl. So spiegeln die Arbeiten der Ausstellung "almost at night" innere Zustände, sowie die tiefgreifenden Verwerfungen in sozialen Gefügen und die komplexen Herausforderungen, die mit unserer heutigen digitalen Gesellschaft einhergehen.
Oft sind es stille Szenen, die Adrian Mudder auf der Leinwand entwirft und die eine besondere Stimmung vermitteln, die uns berührt. Sie beinhalten jedoch meist auch das Moment der Bewegung - in Form von Scheinwerfern, Flackern, Farbflächen, die Wind oder Regen, Schnee darstellen. Und trotz der teils schwermütig wirkenden Szenerien, denen manches Mal eine gewisse Trostlosigkeit oder ein Gefühl von Sehnsucht innewohnen zu scheint, gibt es auch in den "Nachtbildern" von Adrian Mudder skurille Momente, die uns ein wenig schmunzeln lassen.
(Text: Andrea Hildebrandt)



