Schulklassen sammeln am Freitag Äpfel zum Saften im Doktorgarten Teterow. Wer möchte, kann sich daran beteiligen oder für den Eigenbedarf mitsammeln. Am Samstag steht die Presse am Gartenmarkt Dünninghaus in Teterow auch für Ihre Äpfel bereit. Ein Pomologe bestimmt Apfelsorten. Nähere Auskünfte in der Tagespresse oder www.naturpark-mecklenburgische-schweiz.de
Wer in Teterow den Bornmühlenweg in Richtung Hohes Holz wandert, passiert hinter den Kleingärten eine alte Streuobstwiese, den „Doktorgarten“. Diese 2,9 Hektar große Fläche wurde um 1905 als Obstplantage durch den damaligen Teterower Bürgermeister Dr. Franz von Pentz angelegt, worauf auch der Name des Gartens zurückgeht.
Auf der Streuobstwiese wachsen zahlreiche alte Obstsorten, darunter der „Danziger Kantapfel“ und der „Winterrambur“. Die teilweise über hundertjährigen Bäume bieten zudem vielen Tieren einen wertvollen Lebensraum.
Im Jahr 2006 erwarb die Stiftung Umwelt und Naturschutz Mecklenburg-Vorpommern die Fläche, um das Biotop dauerhaft zu erhalten und weiterzuentwickeln. Seither wurden viele alte Obstsorten neu gepflanzt.
Jedes Jahr organisiert die Stiftung gemeinsam mit dem Naturpark Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See einen Apfeltag im Doktorgarten. Am Freitag, den 25. September, sammeln Grundschüler aus Teterow Äpfel, die mit einer mobilen Saftpresse verarbeitet werden. Die Stiftung und der Naturpark laden außerdem Eltern und engagierte Bürger dazu ein, die Sammelaktion zu unterstützen. Der gewonnene Saft wird der Grundschule Teterow kostenlos zur Verfügung gestellt. Beginn ist um 9 Uhr.
Am darauffolgenden Samstag findet am Gartenmarkt Dünninghaus das jährliche Apfelfest des Naturparks statt. Die mobile Saftpresse ist vor Ort und ab etwa 10 Uhr können Besucher ihre eigenen Äpfel und Birnen zu Saft pressen lassen. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Es gibt außerdem verschiedene Obstsorten zur Verkostung und zum Verkauf. Für Unterhaltung sorgen Dosenwerfen, Apfellauf und ein Wissensquiz rund um den Apfel. Eine Ausstellung informiert über Streuobstwiesen, zudem bestimmt eine Pomologin heimische Apfelsorten. Für das leibliche Wohl sorgt der Gartenmarkt.
