Szenische Lesung und Podiumsgespräch zur ehemaligen innerdeutschen Grenze: „Infrastruktur – unterbrochene Wege und Biografien, geteiltes Land“. Mit anschließenden Gesprächen bei Suppe und Getränken.
Wo einst die Grenze verlief: Szenische Lesung und Gespräch am Grünen Band in Dömitz
Dömitz, 9. November 2026: Auf den Tag genau 37 Jahre nach dem Mauerfall lädt der BUND in Kooperation mit dem Deutschen Kulturrat (DKR) zu einem besonderen Abend ein. Um 19 Uhr geht es im KADE – Kulturort an der Elbe um die Frage, wie die innerdeutsche Grenze Wege, Landschaften und Lebensgeschichten verändert hat.
„Auf dem Weg zum Welterbe: Der Natur- und Kulturraum Grünes Band" heißt die Veranstaltungsreihe, die sich für die Anerkennung des früheren Grenzstreifens zum UNESCO Welterbe einsetzt. In Dömitz steht der Schwerpunkt „Infrastruktur – unterbrochene Wege und Biografien, geteiltes Land" im Mittelpunkt.
Den Auftakt macht eine szenische Lesung mit musikalischer Begleitung. Zwei aus Radio und Theater bekannte Sprecher lesen Texte aus der Grünes Band App. Geschichten, die sich am Grünen Band zugetragen haben: von Flucht und Fluchtversuchen über geschleifte Orte bis zur Überwindung der Grenze. Ein Gitarrist begleitet die Lesung live und gibt den Worten Raum und Gewicht. Im Hintergrund laufen historische und aktuelle Fotos, Film und Archivmaterialien zum Grünen Band.
So treffen Vergangenheit und Gegenwart aufeinander: der Todesstreifen von damals und die Landschaft, die heute daraus geworden ist. Im Anschluss diskutieren Gäste auf dem Podium, welche Spuren die Teilung bis heute in Landschaft und Gesellschaft hinterlassen hat. Und was bedeutet das Grüne Band heute für Gedenken, Naturschutz und die gemeinsame Zukunft?



