Rudolf Austen, Malerei und Grafik, Wiederentdeckung eines bedeutenden Malers des Nordens
Die Galerie Kunst am Dom widmet dem Maler und Grafiker Rudolf Austen, 1931 bis 2003, eine Ausstellung mit ausgewählten Arbeiten aus seinem Œuvre. Die Vernissage findet am Freitag, dem 25. September 2026, um 18 Uhr statt.
Werke Rudolf Austens befinden sich heute in privaten und öffentlichen Sammlungen und werden auf dem Kunstmarkt weiterhin von Sammlern geschätzt. Eine konzentrierte Auswahl seiner Arbeiten ist entsprechend selten zu sehen. Umso mehr versteht sich die Güstrower Ausstellung als Gelegenheit, einen Künstler neu in den Blick zu nehmen, dessen Werk weit über eine regionale Zuordnung hinaus Beachtung verdient.
Rudolf Austen zählt zu den profilierten Malern Mecklenburgs und des Ostseeraumes. Küste, Meer und Landschaft bilden einen wesentlichen Teil seines Œuvres. Doch Austen beschrieb Landschaft nicht nur, er verwandelte sie.
Das Gesehene wird in seinen Arbeiten zu Farbe, Fläche und Licht. Konkrete Formen können ins Diffuse übergehen, subtile Farbabstufungen treffen auf kraftvolle malerische Akzente. Gegenständlichkeit und Abstraktion erscheinen dabei nicht als unvereinbare Gegensätze, sondern als unterschiedliche Möglichkeiten, Wirklichkeit sichtbar zu machen.
Gerade aus der zeitlichen Distanz eröffnet sich ein neuer Blick auf die Qualität seines Werkes. Mehr als zwei Jahrzehnte nach Austens Tod ist das Interesse an seiner Malerei keineswegs erloschen. Seine Arbeiten werden weiterhin gesammelt und gehandelt. Diese anhaltende Präsenz verweist auf ein Œuvre, das seine Entstehungszeit überdauert hat und sich auch einer heutigen Betrachtung überzeugend stellt.
Die Ausstellung in der Galerie Kunst am Dom versteht sich deshalb nicht allein als Erinnerung an Rudolf Austen. Sie möchte zur Wiederentdeckung eines Künstlers einladen und zugleich die Frage stellen, welche Kraft gegenständliche Malerei über ihre eigene Zeit hinaus entfalten kann.
Zur Vernissage spricht Andreas E. Wittenburg, Galerist, Philosoph und Vorsitzender des 1. Güstrower Kunstvereins.
Im Anschluss an die Ausstellungseröffnung lädt die Galerie zu Gesprächen und einer After Party ein.




