Ausstellungsreihe Künstler der V.R.K. im Dialog mit zeitgenössischen Positionen
In der Zeit der Wirren und Orientierungssuche nach dem Desaster des Ersten Weltkrieges, allgemeiner gesellschaftlicher Sinnsuche und eines wirtschaftlichen Neubeginns, sah sich die Rostocker Künstlerschaft, schon aus eigener Existenzsicherung, zur Mitwirkung aufgefordert. So kam es 1919 zur Gründung der Vereinigung Rostocker Künstler, deren Mitglieder durch gemeinsame Ausstellungen das eigene Wirkungsfeld in ihrer Heimatstadt erweitern wollten und sich ausdrücklich als „Vermittler zwischen Künstlern und Publikum“ verstanden. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten mit Thuro Balzer, Hans Emil Oberländer und Bruno Gimpel führende Vertreter Rostocker Malerei.
Egon Tschirch (1889-1948) war als Protagonist maßgeblich an der Gründung der V.R.K. beteiligt. Seine Experimentierfreudigkeit und Produktivität ließen ihn in deren ersten Jahren zum am stärksten befehdetsten und doch erfolgreichsten Mitglied der Vereinigung aufsteigen. Die Ausstellung im Kunstverein zu Rostock zeigt expressive Arbeiten von Egon Tschirch im Trialog mit Malerei von Matthias Wegehaupt und Felix Jess, die hier exemplarisch für zeitgenössische malerische Positionen im Nordosten stehen.
Die Ausstellung ist Teil der Reihe „Künstler der V.R.K. im Dialog mit Positionen zeitgenössischer Kunst“, in der seit 2019 jährlich ein Mitglied der Vereinigung Rostocker Künstler auf aktuelle Positionen trifft.
Wir danken den Leihgebern Kunsthalle Rostock, Kulturhistorisches Museum Rostock sowie privaten Sammlern für die großzügige Unterstützung.



