In einer Welt permanenter Sichtbarkeit verteidigt diese Ausstellung das Geheimnis.
In einer Welt permanenter Sichtbarkeit verteidigt diese Ausstellung das Geheimnis. Zehn künstlerische Positionen aus Finnland bewegen sich zwischen Traum, Erinnerung und Imagination und eröffnen Räume des Verborgenen – Orte, an denen nicht alles sichtbar werden und nicht alles erklärt werden muss. Sie laden dazu ein, das Uneindeutige und Unverfügbare als Reservoir innerer Freiheit zu erfahren.
Mit Arbeiten von Edwina Goldstone, Johannes Kangas, Satu Kiuro, Salla Laurinolli, Samuli Laurinolli, Pilvi Ojala, Kukka Pitkänen, Minttu Saarinen, Katri Stenberg und Anssi Taulu.
Kuratiert von Olivia Franke in Kooperation mit Ars-Häme ry, Hämeenlinna.
Zur Eröffnung sprechen Olivia Franke - Künstlerische Leitung, Mikko Fritze - Direktor des Finnland-Instituts und Satu Kiuro - Vorstand Ars-Häme ry. Viele der teilnehmenden Künstler:innen aus Finnland sind anwesend.
Die Ausstellung ist aus der langjährigen Zusammenarbeit zwischen dem Künstlerhaus Lukas und seinem finnischen Partner hervorgegangen. Sie versammelt zehn zeitgenössische Künstler:innen aus Finnland – viele von ihnen ehemalige Stipendiat:innen des Künstlerhauses Lukas – und macht das über Jahre gewachsene Netzwerk des künstlerischen Austauschs im Ostseeraum sichtbar.
Der Ausstellungstitel ist der gleichnamigen Schrift der französischen Philosophin und Psychoanalytikerin Anne Dufourmantelle entlehnt. Sie beschreibt das Geheimnis als Ort innerer Freiheit – als Schutzraum, der sich dem Zwang vollständiger Sichtbarkeit entzieht. In einer Zeit, in der Transparenz und permanente Selbstoffenbarung zunehmend zur Norm werden, fragt die Ausstellung nach dem Wert des Verborgenen, des Nicht-Erklärbaren und des Unverfügbaren.
Die Werke bewegen sich zwischen Natur und Mythos, Erinnerung und Traum, Ritual, Körper und Imagination. Sie bewahren Geheimnisse ebenso, wie sie neue entstehen lassen. Mal geschieht dies durch Materialien, Gesten oder symbolische Formen, mal durch Leerstellen, Andeutungen und atmosphärische Räume. Gemeinsam eröffnen die zehn Positionen einen vielstimmigen Dialog über das Unsichtbare – und über die Kraft der Kunst, sich einer vollständig erklärbaren Welt zu entziehen.



