Festival in Rostock mit Musik von Johann Sebastian Bach
Bachtage Rostock 2026
Vom 9. bis 11. Oktober 2026 lädt der Bachverein Rostock e.V. zum siebten Mal zu einem hochkarätigen Festivalwochenende ein, das die Musik von Johann Sebastian Bach in ihrer ganzen Vielfalt und Wirkungsgeschichte erlebbar macht. Renommierte Spitzenensembles sowie Solistinnen und Solisten präsentieren in der Nikolaikirche Rostock, im Barocksaal Rostock und in der Universitätskirche Rostock ein Programm, das barocke Meisterwerke ebenso umfasst wie überraschende musikalische Begegnungen zwischen Epochen und Stilen.
Festliche Eröffnung mit den Brandenburgischen Konzerten
Den Auftakt bildet am Freitag, 9. Oktober, um 19.30 Uhr in der Nikolaikirche Rostock das Eröffnungskonzert mit dem Freiburger Barockorchester. Mit den „Brandenburgische Konzerte“ erklingen die sechs berühmten Konzerte von Johann Sebastian Bach – Werke, die zu den funkelndsten und vielseitigsten Kompositionen des Barock zählen. Mit leuchtenden Streicherpassagen, warmen Holzbläserfarben und glanzvollen Trompetenmomenten entfaltet das Ensemble gemeinsam mit dem Trompeter Moritz Goerg die ganze Klangpracht dieser Meisterwerke. Die Geigerinnen und Geiger Éva Borhi, Hannah Visser, Péter Barczi, Gottfried von der Goltz und Judith von der Goltz sowie Cembalist Sebastian Wienand garantieren ein energiegeladenes und zugleich poetisches Musikerlebnis im unverwechselbaren Stil dieses führenden Barockensembles.
Bach und seine Wirkungsgeschichte
Am Sonnabend, 10. Oktober, um 15 Uhr präsentiert der international gefeierte Pianist Matthias Kirschnereit, der auch in Rostock kein Unbekannter ist, im Barocksaal Rostock sein Soloprogramm „BACH und die Folgen“. Das Konzert zeichnet die nachhaltige Wirkung von Bachs Musik auf spätere Generationen nach. Neben Werken von Johann Sebastian Bach erklingen Kompositionen von Carl Philipp Emanuel Bach, Felix Mendelssohn Bartholdy, Ludwig van Beethoven, Robert Schumann und Frédéric Chopin. Mit fein nuancierter Klangkultur zeigt Kirschnereit, wie unterschiedlich Komponisten Bachs musikalisches Erbe aufgenommen und weiterentwickelt haben – von der empfindsamen Stilistik C. P. E. Bachs bis zur poetischen Klavierkunst des 19. Jahrhunderts.
BACH trifft Tango
Am Sonnabend, 10. Oktober, um 19.30 Uhr, verwandelt sich der Barocksaal in einen Ort überraschender musikalischer Begegnungen. Unter dem Titel „BACH trifft Tango – Piazzollas feuriges Erbe“ verbinden die Geigerin Johanna Staemmler und der Pianist und Cembalist Martin Klett die barocke Klangwelt Bachs mit der expressiven Leidenschaft des Tango Nuevo von Astor Piazzolla. Tango-Bearbeitungen barocker Werke, Originalkompositionen Piazzollas und überraschende musikalische Dialoge zeigen, wie eng sich die strukturelle Klarheit Bachs mit der rhythmischen Intensität des modernen Tangos verbinden lässt – eine faszinierende Reise von Leipzig nach Buenos Aires.
Orgelmatinee mit dem Leipziger Thomasorganisten
Der Sonntag, 11. Oktober, beginnt um 11 Uhr mit einer festlichen Orgelmatinee in der Universitätskirche Rostock. Zu Gast ist der Leipziger Thomasorganist Johannes Lang, der an der wichtigsten Wirkungsstätte von Johann Sebastian Bach in Leipzig tätig ist. Mit virtuosem Spiel, feiner Klanggestaltung und großer stilistischer Klarheit präsentiert Lang ausgewählte Orgelwerke Bachs – von kraftvollen Präludien und Fugen bis zu lyrischen Choralbearbeitungen. Dabei entfaltet sich die Klangpracht der Schuke-Orgel in all ihren Facetten.
Festivalfinale: Barock trifft Pop
Den Abschluss der Bachtage bildet am Sonntag, 11. Oktober, um 17 Uhr ein außergewöhnliches Konzert in der Nikolaikirche Rostock. Die lautten compagney BERLIN unter der Leitung von Wolfgang Katschner präsentiert gemeinsam mit der Saxophonistin Asya Fateyeva das Programm „Dancing Queen – ABBA & Jean-Philippe Rameau“. In Arrangements von Bo Wiget begegnen sich die barocke Tanzmusik von Jean-Philippe Rameau und die Hits der schwedischen Popgruppe ABBA – darunter natürlich auch der legendäre Song Dancing Queen. Auf Instrumenten der Barockzeit verschmelzen beide Klangwelten zu einem mitreißenden musikalischen Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Die vielfach ausgezeichnete Saxophonistin Asya Fateyeva bewegt sich dabei virtuos zwischen den Stilwelten und bringt barocke Klangfarben ebenso zum Leuchten wie moderne Rhythmen. Das Ergebnis ist ein ebenso überraschendes wie unterhaltsames Konzert, das Grenzen überwindet und Generationen verbindet. Für dieses Programm gewannen die lautten compagney und Asya Fateyeva 2025 den „OPUS Klassik“.
Ein Festival zwischen Tradition und Entdeckung
Die Bachtage Rostock 2026 verbinden historische Aufführungspraxis mit kreativen Perspektiven auf Bachs musikalisches Erbe. Das Festival zeigt, wie lebendig und inspirierend diese Musik bis heute ist – von barocker Virtuosität über romantische Klavierkunst bis hin zu unerwarteten Begegnungen mit Tango und Pop.
Das Programm wurde am 21.3.2026 veröffentlicht. Gleichzeitig startete der Ticketverkauf mit einem zeitlich begrenzten Frühbucherrabatt und limitierten Festvalticket. Erstmalig bietet der Bachverein für ausgewählte Plätze ein sogenanntes „Pay what you can“-Ticket an, bei dem der Ticketpreis selbst gewählt werden kann.Formularbeginn
Der Bachverein bedankt sich sehr herzlich bei den Unterstützern und Sponsoren der Bachtage Rostock 2026. Die Fortführung der langjährigen Unterstützung der WIRO, von Lotto Mecklenburg-Vorpommern, von ROSTOCK PORT, der OSPA und der Jakota Design Group und der NDR Kulturförderung machen die Bachtage überhaupt erst möglich.



