Anna Silberstein und Karen Kunkel
Anna Silberstein beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit der Welt des Mikrokosmos. Dabei interessiert sie besonders die Sichtbarmachung winzigster Lebenswelten und deren symbiotischer Beziehungen sowie das Bestaunen von Geheimnissen.
Mit ihrer feinen und präzisen Technik geht sie auf Werkstofferkundung, schafft Transparenzen, Schichtungen und Verborgenes. Was für die Betrachtenden sichtbar ist, hängt wesentlich von Lichteinfall und Blickwinkel ab.
Karen Kunkel arbeitet prozessorientiert und multidisziplinär, seit einigen Jahren mehr und mehr an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Kunst. Ihr Anliegen ist es, Wahrnehmungen, Zustände, Strukturen und Abläufe zu erforschen. Dabei schafft sie Bild- und Raumebenen, in denen Rationales und Gefühl verschmelzen.
Das Verweilen in synästhetischen Wahrnehmungen ist ihr dabei wichtiger als materialisierte Endergebnisse, die im Prozess wie von selbst entstehen.
Beide Künstlerinnen setzen sich mit komplexen Strukturen auseinander. Die Ergebnisse sind keine Abbilder von Wirklichkeit. Es sind Entdeckungen, motiviert von einer Faszination für die Vielfalt an Formen und Schichtungen



