Die Kurzfilme aus der Perspektive junger Deutsch-Vietnames:innen erzählen von Migrationserfahrungen, Identität, über das Aufwachsen und von Alltagsrassismus.
Mo, 24.8., 19 Uhr | li.wu. in der FRIEDA 23, Friedrichstr. 23, Rostock
Böll-Montagskino - Vietdeutsche Geschichten: Filmauswahl
Bei den rassistischen Angriffen auf das Sonnenblumenhaus in Rostock-Lichtenhagen vor 34 Jahren, am 24. August 1992, warf eine wütende Meute Steine und Molotow-Cocktails gegen das damalige Wohnheim der vietnamesischen Vertragsarbeiter:innen. Die DDR hatte sie im Rahmen sozialistischer Abkommen gezielt angeworben. In den Westen der Bundesrepublik kamen hingegen die sogenannten "Boat People". Heute leben 215.000 Menschen vietnamesischer Herkunft in Deutschland. Ihre Migrationsgeschichte ist eng mit den politischen Umbrüchen des 20. Jahrhunderts verknüpft und prägt bis heute die Lebensrealitäten der vietnamesischen Community. Besonders die zweite Generation steht oft zwischen den Kulturen: In Deutschland als fremd wahrgenommen, im Elternhaus als zu deutsch. Wir zeigen mit den Kurzfilmen "Obst und Gemüse" (30 min), "Alles gehört zu dir" (13 min), "Wohnen auf Zeit" (8 min) und "Für immer" (7 min) ganz persönliche Perspektiven junger Deutsch-Vietnames:innen, die Einblicke in eine Community geben, die sich längst als Teil der deutschen Gesellschaft versteht, ohne dabei ihre Herkunft zu vergessen. Sie erzählen von Migrationserfahrungen, Identität, über das Aufwachsen zwischen zwei Kulturen, von familiären Erwartungen und Alltagsrassismus.
Im Anschluss ist ein Publikumsgespräch mit Gästen geplant.
Moderation: Hoang Quynh Nguyen, Filmemacherin.
Veranstalter:innen: Heinrich-Böll-Stiftung MV, Diên Hông - Gemeinsam unter einem Dach e.V., Lichtspieltheater Wundervoll
Eintritt: 9,- / 7,- / 6,- EUR (U23), freier Eintritt für Studierende der Uni Rostock/hmt Rostock mit dem Kulturticket des AStA


