Eröffnung der neuen Sonderausstellung im 3 Königinnen Palais
Ob FRÖSI, BUMMI, MOSAIK oder ATZE, sie alle prägten mehrere Generationen von Kindern und Jugendlichen. Nun präsentiert das 3 Königinnen Palais im Rahmen einer Sonderausstellung eine Auswahl dieser Hefte.
Die bunte Welt der Comics im Osten war vielfältiger als Uneingeweihte denken mögen. Die Digedags, Fix und Fax, die Abrafaxe, Kundi, Atom-ino, Max und Tüte, Piefke und Schniefke, Korbine Früchtchen und andere begeisterten die Kinder und standen bei Jung und Alt hoch im Kurs. Die Comics, damals Bildergeschichten genannt, wurden anfangs in Tages- und Wochenzeitungen sowie Illustrierten, z.B. »BZ am Abend«, »Freie Welt«, »NBI«, »Frischer Wind« und »Für Dich«, veröffentlicht. Im Juni 1953 erschien mit »Fröhlich sein und singen« (FRÖSI) die erste spezielle Trägerzeitschrift für Kinder- und Jugendcomics. 1955 folgten ATZE und TROMMEL sowie im Dezember 1955 das mittlerweile legendäre MOSAIK von Hannes Hegen.
In der DDR wurden Comics und Kinderzeitschriften staatlich gefördert. Dabei hatten alle Zeitschriften nicht nur einen erzieherischen Aspekt zu vertreten, sondern dienten oft auch der Wissensvermittlung. Außer dem MOSAIK und dem BUMMI für Kinder haben keine anderen Hefte die politische Wende überlebt. Die Comics der DDR sind ein Teil gesamtdeutscher Kulturgeschichte, die es auch heute noch zu bewahren gilt.
„Comics in der DDR“ ist bis zum 31.03.2027 in der Galerie des 3 Königinnen Palais zu sehen.



