Schüler:innen der Ecolea-Schule Warnemünde zeigen kopierte Munch-Werke
Schüler:innen des Jahrgang 11 aus der ´ecolea internationalen Schule Warnemünde´ beschäftigten sich im Rahmen des Kunstunterrichts mit den Vätern der Moderne und kopierten Meisterwerke von Edvard Munch. Lernen durch Nachahmung - viele Künstler der Kunstgeschichte lernten das Malen nicht in Kunsthochschulen, sondern in den Werkstätten erfahrener Meister. Eine der wichtigsten Lernmethoden war dabei das Kopieren vorhandener Werke. Dieses Vorgehen galt nicht als Nachahmung im negativen Sinne, sondern als selbstverständlicher und notwendiger Teil der Ausbildung. Die Lehrlinge kopierten Zeichnungen ihres Meisters, studierten Gemälde berühmter Künstler und arbeiteten nach Stichen oder antiken Skulpturen. Auf diese Weise lernten sie Proportionen, Anatomie, Perspektive, den Umgang mit Farbe sowie die Komposition eines Bildes. Das genaue Beobachten und Wiederholen schulte ihr handwerkliches Können und ihr Verständnis für bildnerische Zusammenhänge. Ziel war es nicht, den Stil eines anderen dauerhaft zu übernehmen, sondern sich ein solides handwerkliches Fundament zu erarbeiten. Gerade diese Fähigkeit, Bestehendes aufzunehmen, zu reflektieren und weiterzuentwickeln, machte viele Schüler danach selbst zu herausragenden Persönlichkeiten der Kunstgeschichte.
Auch unsere Schüler:innen empfanden diese Kopierarbeit als lehrreich und gleichzeitig sehr entspannend. Sie waren selbst erstaunt, wie gut die Bilder geworden sind und können nun stolz eine Ausstellung präsentieren.



