Spannung und Tiefgang: Warum der Thriller “Islands” sehenswert ist “Islands” ist : Gleich vier Mal für den Deutschen Filmpreis nominiert, auch in der Königskategorie “Bester Film”. Der Thriller spielt geschickt mit Film-noir-Motiven, aus denen er die subtile Geschichte einer Sinnsuche entwickelt.
Tom lebt und arbeitet dort, wo andere Urlaub machen: auf der kanarischen Insel Fuerteventura. Er ist Tennislehrer in einem All-Inclusive-Hotel, und sein Alltag ist nicht ganz so paradiesisch, wie sich das viele seiner Gäste vorstellen. Schließlich greift auch hier die Alltagsroutine.
Regisseur Jan-Ole Gerster hat vor gut zehn Jahren an einem ähnlichen Ort einen Tennislehrer gesehen und vor allem gehört: “Wenn man das zwei Wochen lang hört, dann bekommt das eine andere Qualität und entwickelt sich wie so eine Soundinstallation, die auch etwas von der Monotonie seines Lebens erzählte. Diese Figur hat mich so inspiriert und darüber hinaus auch die Landschaft auf Fuerteventura.”
Und die ist mit ihren kargen, grauen Felsen aber eben auch mit ihren endlosen Sanddünen und den traumhaften weißen Stränden von rauer Schönheit. Aber Tom hat kaum noch ein Auge dafür. Er betäubt seine vermeintliche Sorglosigkeit am sonnigen Sehnsuchtsort mit flüchtigen One-Night-Stands und viel Alkohol.
Spurlos verschwunden auf Fuerteventura (FSK6)
