Das Naturschutzgebiet „Wüste und Glase“ – Ein Kleinod am Rande des Naturparks, ca. 4 km
Am Rande des Naturparks Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See befindet sich ein wahres Kleinod: das Naturschutzgebiet „Wüste und Glase“. Der Zugang erfolgt ausschließlich über einen einzigen Weg von Klein Luckow, wodurch Besucher in eine außergewöhnliche Landschaft eintauchen. Diese prägt sich durch hügeliges Weideland, dem geheimnisvollen Ohgangsee, Sölle und Gebüsche sowie von alten Buchen bestockte Wälder. Trotz der abgeschiedenen Lage sind Spuren menschlicher Aktivität erhalten geblieben, die auf eine bewegte Vergangenheit hinweisen.
Besonders auffällig ist der mächtige Burgwall, dessen Alter bis heute unbekannt ist. Darüber hinaus finden sich Reste einer alten Glashütte und gespaltene Findlinge, die auf eine frühere Steinschläger-Manufaktur hindeuten. Auch Mauerreste einer ehemaligen Hofstelle sind auszumachen, während das Dorf Steinhagen vollständig dem Kiesabbau zum Opfer gefallen ist.
Auch geologisch bietet das Gebiet einige Besonderheiten: Während der Eiszeit stießen hier zwei Gletscherzungen aufeinander und formten eine markante Endmoränengabel. Die Endmoränen sind dort besonders ausgeprägt und bilden ein großes Gletschertor. Das dabei entstandene Material wie Sande und Kiese, wird seit über hundert Jahren durch das Kieswerk Langhagen abgebaut.
Hinweise zur Wanderung
Wer Interesse an dieser etwa vierstündigen, anspruchsvollen Wanderung hat, sollte sich am Samstag, dem 25. April um 10 Uhr am Aussichtsturm in Vollrathsruhe einfinden. Von dort erfolgt die Anreise mit dem Auto bis Klein Luckow, bevor die Wanderung zu Fuß durch die abwechslungsreiche Landschaft beginnt.
Für die Teilnahme an dieser Wanderung ist eine gute körperliche Konstitution erforderlich. Festes Schuhwerk sowie ausreichend Getränke werden empfohlen. Bei Sturm oder anhaltendem Regen muss die Wanderung leider ausfallen.



