In dem Vortrag geht es um den Flugzeugabsturz, was er mit Schwerin zu tun hatte und wie die DDR-Regierung offiziellen damit umging.
Im Forum.STADT.Geschichte referiert der freie Autor und Journalist Matthias Baerens über ein schweres Flugzeugunglück, dass sich vor 40 Jahren ereignet hat.
Unter dem Titel „Der Flugzeugabsturz vom 12. Dezember 1986 – Trauer unter Kontrolle in der DDR und die Folgen bis heute“ geht es um das zweitschwerste Flugzeugunglück der deutschen Luftfahrtgeschichte am 12. Dezember 1986, kurz vor der Landung in Berlin-Schönefeld. 72 Menschen kamen ums Leben, als eine Aeroflot-Maschine im Landeanflug abstürzte. Betroffen war besonders Schwerin, denn im Flugzeug saß eine Schulklasse vom Großen Dreesch, die war auf dem Rückweg von einer Klassenreise nach Minsk war. Nur wenige Jugendliche überlebten das Unglück.
Sofort nach dem Absturz begann die Staatssicherheit mit der Überwachung der Familien der Verunglückte, um antisowjetische Äußerungen zu unterbinden. Das tragische Ereignis hat tiefe Spuren bis heute in Schwerin hinterlassen.
Jahrelang hat Matthias Baerens zu diesem Flugzeugabsturz in verschiedenen Archiven recherchiert, hat zahlreiche Zeitzeugen gesucht und befragt. Er stellt an diesem Abend seine umfangreiche Recherche und Ergebnisse seiner Arbeit vor, die er in dem Buch "Trauer unter Kontrolle" veröffentlicht hat. Ebenso informiert er über Zugangsmöglichkeiten für Betroffene zu Archiven und Akten, wenn diese mehr erfahren wollen.



