Heike Büttner: Farbspiele – Herbstliches – Nachtgedanken
Was ist Schönheit? Was bedeutet Berührung? Für Heike Büttner beginnt künstlerisches Arbeiten mit solchen Fragen. Antworten sucht sie im Sichtbaren und Vertrauten – in Wachstumsformen, in der mecklenburgischen Landschaft oder in den Farben einer Jahreszeit. Doch sie bleibt nicht beim Abbild. Sie probiert neue Techniken aus und überlässt Formen und Farben dem freien Spiel, bis sich etwas Unerwartetes zeigt. „Manchmal gelingt es mir in diesem Spiel, ein Gefühl aufblitzen zu lassen“, sagt sie selbst.
Unter dem Titel „Farbspiele – Herbstliches – Nachtgedanken“ zeigt Heike Büttner Arbeiten in verschiedenen Techniken auf Holz und Papier. Gegenständliches steht neben Abstraktem, ein üppiges herbstliches Blumenbild neben freien Linien, Kreisen und rätselhaften Gestalten. Leuchtende Farbflächen treffen auf dunkle Gründe, Fülle auf Reduktion, Ruhe auf Bewegung. Die Bilder folgen keiner einheitlichen Formensprache – und gerade darin liegt ihre Verbindung.
Auf Holz bleibt die gewachsene Struktur des Materials sichtbar. Maserungen und Astlöcher werden aufgenommen, umspielt oder von farbigen Strömen durchquert. Auf Papier können sich Linien frei entfalten, verdichten und wieder zurückziehen. Manche Formen erinnern an Pflanzen, Figuren oder Landschaften, ohne sich eindeutig festlegen zu lassen. Sie geben der Vorstellung Raum.
„Farbspiele“ klingt zunächst leicht und heiter. Doch „Herbstliches“ und „Nachtgedanken“ führen auch in stillere Bereiche. Der Herbst trägt das Vergehen bereits in seiner Farbenfülle, und in der Nacht entstehen Gedanken, die sich der Ordnung des Tages entziehen. Zwischen Aufblühen und Rückzug, Helligkeit und Dunkelheit werden Übergänge sichtbar.
Für Heike Büttner bedeutet die künstlerische Arbeit auch, bei sich zu bleiben und alles Überflüssige fortzulassen. In einer Zeit äußerer Veränderungen kann gerade diese innere Sammlung zum Lichtblick werden. So nimmt ihre Ausstellung das LUPINALE-Thema „Zeitenwende: Umbrüche und Lichtblicke“ auf, ohne es vordergründig zu bebildern.
Ausstellungseröffnung: 18. September 2026, 18 Uhr
Ausstellungsdauer: 18. September bis 17. Oktober 2026
Kunsthaus Lübz – Zentrum für Zirkuläre Kunst
Kirchenstraße 20, 19386 Lübz
Öffnungszeiten: Freitag und Samstag 15–19 Uhr, Sonntag 13–17 Uhr
Der Eintritt ist frei.



