TV-Star Roman Knižka und OPUS 45 erzählen vom Untergang der Weimarer Republik – mit einem eigenen Blick auf Neubrandenburg. Eindringlich, musikalisch und aktuell: Wie konnte die erste deutsche Demokratie scheitern? Und was können wir daraus für heute lernen?
Wie konnte eine Demokratie vor den Augen aller zerbrechen? Der bekannte Schauspieler Roman Knižka und das Bläserquintett OPUS 45 erzählen in „Deutschland, siehst du das nicht? – Untergang der Weimarer Republik (1929–1933)“ von den letzten Jahren der ersten deutschen Demokratie. Das mit dem Hans-Frankenthal-Preis der Stiftung Auschwitz-Komitee ausgezeichnete Programm richtet dabei einen besonderen Blick auf Neubrandenburg.
Gerade in Neubrandenburg wird greifbar, wie rasant sich die politischen Verhältnisse veränderten: Hier entstand der erste SA-Sturm Mecklenburg-Strelitz. Seit 1931 stellte die NSDAP mit acht Sitzen die stärkste Fraktion in der Stadtvertretung. Nach dem Reichstagsbrand wurden am 1. und 2. März 1933 auch in Neubrandenburg Wohnungen von Mitgliedern der KPD und SPD durchsucht; mehrere Kommunisten kamen in „Schutzhaft“. Bei der Reichstagswahl wenige Tage später erhielt die NSDAP in der Stadt 4.530 Stimmen, die SPD 2.345.
Roman Knižka gibt den Stimmen dieser Zeit Gestalt: mit Texten von Erich Kästner, Mascha Kaléko, Kurt Tucholsky, Victor Klemperer, Sebastian Haffner und Dorothy Thompson. Dazu erklingt Musik von Hanns Eisler, Kurt Weill, Erwin Schulhoff, Paul Juon, Jean Françaix, Cole Porter und den Comedian Harmonists.
Literatur, Musik und Zeitgeschichte verbinden sich zu einer hochaktuellen Frage: Wie konnte die erste deutsche Demokratie scheitern – und was können wir daraus für heute lernen?
Sonntag, 6. September 2026, 18 Uhr, Konzertkirche Neubrandenburg. Eintritt frei. Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern.




